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CSR bei Mintrops.mm-Hotels: Gute Ideen gleich in die Praxis umsetzen

Moritz Mintrop leitet den Verkauf bei Mintrops.mm-Hotels. Er, dessen Großeltern das Unternehmen gründeten, hat daneben eine weitere Funktion inne: die des CSR-Managers. Die Verantwortungsthemen seines Unternehmens adressiert er sehr systematisch – und erlebt zugleich die Grenzen, die sich einem mittelständischen Unternehmen dabei stellen.

Essen (csr-news) – Moritz Mintrop leitet den Verkauf bei Mintrops.mm-Hotels. Er, dessen Großeltern das Unternehmen gründeten, hat daneben eine weitere Funktion inne: die des CSR-Managers. Die Verantwortungsthemen seines Unternehmens adressiert er sehr systematisch – und erlebt zugleich die Grenzen, die sich einem mittelständischen Unternehmen dabei stellen.

Ein bisschen außergewöhnlich ist die Entstehungsgeschichte von Mintrops.mm-Hotels: 1969 brannte der Bauernhof von Moritz Mintrops Großeltern nieder. Großmutter und Eltern entschieden damals, dass sich die Familie nicht wieder in der Landwirtschaft, sondern in der Zimmervermietung engagierte. Sie begann mit sieben Zimmern in einer hochwertigen Ausstattung. Daraus entstand neben dem Gelände des ehemaligen Bauernhofs das heutige Landhotel. Vor elf Jahren kam das Stadthotel hinzu. Heute bewirtschaften die Mintrops 82 Zimmer mit 92 Mitarbeitern.

Kerngeschäft der Häuser sind die Seminargäste mit ihren zwei- bis fünftägigen Aufenthalten. Eine zunehmende Bedeutung gewinnen Fahrradtouristen, die auf ihren Touren entlang der Ruhr einkehren. Für beide Gästegruppen ist es wichtig, dass Mintrops.mm-Hotels einiges in Sachen Nachhaltigkeit anzubieten haben: Konzerne und große Unternehmen, die das Haus für Seminare buchen, achten zunehmend auf das CSR-Engagement ihrer Lieferanten, auch der Tagungsstätten. Für gesundheitsbewusst Reisende spielt die Nachhaltigkeit – insbesondere im Speiseangebot – ebenso eine wichtige Rolle.

Für ein mittelständisches Unternehmen ist es nicht einfach, viel Zeit in strategische Analysen zu stecken, weiß Moritz Mintrop. Eine gute Idee gleich umzusetzen, das sei „typisch Mittelstand“. Und deshalb hat er im eigenen Haus noch nicht alle Aufgabenfelder abgearbeitet. Offen ist etwa die Frage, wie das CSR-Engagement kommuniziert werden soll. Derzeit wird die Website des Unternehmens umgebaut, sie wird wohl einen Menüpunkte zum Thema CSR erhalten. Dennoch ist das Hotel mit der Analyse seiner CSR-Themen und der Umsetzung einer verantwortungsvollen Unternehmenspraxis ziemlich weit. „Ohne CSR Regio.Net hätten wir dieses Thema nicht so vorwärts gebracht“, sagt Moritz Mintrop. Das von UPJ initiierte und durch das ESF-Programm geförderte Mittelstandsnetzwerk bietet den teilnehmenden Firmen eine professionelle Beratung und den Austausch untereinander. Zum Jahresanfang erhielt Moritz Mintrop die Ergebnisse eines Benchmarkings, das sein Unternehmen in einen Kennzahlenvergleich mit den anderen Teilnehmern des Netzwerks stellt. Mit einem so gute. Abschneiden habe er nicht gerechnet, sagt Mintrop.

Mitarbeiterthemen sind für das mittelständische Unternehmen besonders wichtig. Denn Dienstleistungsunternehmen auf langjährig verbundene Mitarbeiter angewiesen, die die Philosophie des Hauses verkörpern und zu den Kunden tragen. Mintrops Mitarbeiter können in einem „Wunschbuch“ ihre bevorzugten Tage für den Ausgleich von Mehrarbeit verzeichnen. In der Überlegung ist die Kooperation mit einem Fitness-Studio. Wichtiger sei aber die Unternehmenskultur. „Die hat meine Mutter geprägt“, sagt Mintrop. Unternehmerfamilie und Führungskräfte begegnen den Mitarbeitern auf Augenhöhe. Und zum Geburtstag wird ein Individuelles Geschenk von der Geschäftsführung persönlich überreicht.

Vom Bio-Brot bis zur Jugendfarm

Die Verantwortungsthemen bei Mintrops.mm-Hotels sind vielseitig: Seinen Kunden bietet das Haus ein Bio-Brot an, dessen Getreide ab dem nächsten Jahr auf Hotel-eigenen Feldern wachsen wird. Der eigene bio-organische Gemüse- und Kräutergarten ist 10.000 qm groß. Einwegverpackungen werden soweit möglich ersetzt. Und auf einer Jugendfarm gestalten die Hotelmitarbeiter für die Jugendlichen und deren Eltern zweimal in diesem Jahr einen Kochkurs.

Entwickelt und in ihrer Umsetzung begleitet werden diese Aktivitäten bei Besprechungen auf unterschiedlichen Ebenen: Wöchentlich treffen sich die Abteilungsleiter, einmal im Monat gemeinsam aus beiden Häusern. Einmal im Quartal stehen bei dem Abteilungsleitermeeting Innovationen im Zentrum. Über einen Fragebogen werden alle Mitarbeiter an der Planung der Jahresziele beteiligt. Und auf der jährlichen Fixstern-Party werden ebenfalls allen die Unternehmenszahlen präsentiert. CSR-Projekte brauchen die Einbindung der ganzen Belegschaft, ist Mintrop überzeugt.