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Unternehmen fördern Blutspenden: Kollegen ermutigen sich gegenseitig

Jeden Tag werden in Deutschland 15.000 Blutspenden benötigt. Das lässt sich bisher nur zu drei Vierteln aus freiwilligen Spenden sicherstellen. Unternehmen unterstützen das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und holen den Blutspendedienst in ihre Betriebe. So werden viele Erstspender gewonnen.

Frankfurt am Main (csr-news) – Jeden Tag werden in Deutschland 15.000 Blutspenden benötigt. Das lässt sich bisher nur zu drei Vierteln aus freiwilligen Spenden sicherstellen. Unternehmen unterstützen das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und holen den Blutspendedienst in ihre Betriebe. So werden viele Erstspender gewonnen.

Blutspenden werden zur Behandlung von Krebspatienten ebenso benötigt wie bei der Versorgung von Unfallopfern oder Herzens-, Magen- und Darmkranken. Viele moderne Heilverfahren können nur durchgeführt werden, wenn genügend Spenderblut zur Verfügung steht. So führt beispielsweise die Chemotherapie oft zu einer vorübergehenden kompletten Unterdrückung der körpereigenen Blutbildung und die Patienten sind auf Blutübertragungen angewiesen. Doch viele Bürger scheuen sich vor einer Blutspende oder ihnen fehlen Zeit oder die Informationen dazu.

An dieser Stelle helfen 61 Unternehmen, die sich an der DRK-Aktion „Helfende Hände“ beteiligen. Das sind vorwiegend Konzerne wie die Deutsche Börse, die Deutsche Post DHL, die Deka Bank, Dell, die Deutsche Telekom, Eon oder Henkel, aber auch einige Mittelständler. Ab etwa 500 Mitarbeiter mache eine solche Partnerschaft Sinn, sagt DRK-Pressesprecherin Stefanie Fritsche. Es komme aber zuerst nicht auf die Mitarbeiterzahl an, sondern auf das Engagement des Unternehmens. Die Firmen informieren in ihrer Belegschaft über die Möglichkeiten einer Blutspende und stellen Spendenwillige für diese Zeit frei. Das DRK kommt mit Liege und Blutmischwaage in den Betrieb und Kollegen ermutigen sich gegenseitig, an dem Termin teilzunehmen. Fritsche: „Da traut man sich eher mal.“ Während an sonstigen Blutspendeaktionen 7% Erstspender teilnehmen, sind es in Betrieben bis zu 20%.

Im ersten Halbjahr 2013 spendeten so über 5.300 Beschäftigte in ihren Betrieben Blut. Das DRK umwirbt Unternehmen mit der Initiative „Helfende Hände“ und dem Argument, es handele sich dabei um einen Ausdruck von Corporate Social Responsibility. Andreas Tautz, Chief Medical Officer von Deutsche Post DHL, sieht es so: „Jeder Einzelne von uns, unsere Familien und Freunde, können allzeit in die Situation gelangen, plötzlich auf lebensrettende Blutkonserven angewiesen zu sein. Mit der Unterstützung der Initiative ‚Helfende Hände‘ möchten wir Betroffene aktiv unterstützen und zudem ein Zeichen unseres Selbstverständnisses als verantwortungsbewusster Teil und Mitgestalter unserer Gesellschaft setzen“.

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