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Grüne Meeresschildkröten fressen immer mehr Müll

Sydney (afp) – Die vom Aussterben bedrohte grüne Meeresschildkröte frisst einer Studie zufolge mehr Müll denn je – vor allem Plastikabfälle aber können für die Tiere tödlich sein. Laut der australischen Studie nehmen sechs der insgesamt sieben Meeresschildkrötenarten inzwischen mit der Nahrung auch Müll zu sich. Alle sechs Arten gelten als gefährdet oder vom Aussterben bedroht – besonders besorgniserregend aber sei die Entwicklung bei der grünen Meeresschildkröte.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sie Müll schlucke, habe sich in den letzten 25 Jahren verdoppelt, sagte der Leiter der Studie, der Forscher Qamar Schuyler von der Universität von Queensland, am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. „Gerade sie scheint sehr viel mehr Abfall zu fressen als früher.“

Die grüne Meeresschildkröte, auch Suppenschildkröte genannt, kann bis zu eineinhalb Metern groß und 80 Jahre alt werden. Für die in der Fachzeitschrift „Conservation Biology“ veröffentlichte Arbeit haben die Forscher 37 ältere Studien analysiert sowie Aufzeichnungen von 1900 bis 2011 ausgewertet.