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BP verklagt US-Umweltbehörde wegen Ausschluss von Aufträgen

New York (afp) – Der britische Ölkonzern hat die US-Behörden wegen des Ausschlusses von der Auftragsvergabe aufgrund der folgenschweren Explosion der Ölplattform „Deepwater Horizon“ verklagt. Wie am Dienstag (Ortszeit) aus Unterlagen eines Bundesgerichts im Bundesstaat Texas hervorging, wendet sich BP dagegen, dass die US-Umweltbehörde EPA das Unternehmen im November 2012 sowie im Januar und Februar 2013 von der Beteiligung an jeglichen Ausschreibungen der US-Bundesbehörden ausschloss.

„BP hat eine lange Geschäftsbeziehung mit der amerikanischen Bundesregierung“, hob das Unternehmen den Unterlagen zufolge hervor. BP sei einer der größten privaten Arbeitgeber und Investoren in den USA sowie der wichtigste Förderer von Öl und Gas aus der Tiefsee des Golfs von Mexiko. Ungeachtet des Unglücks auf der „Deepwater Horizon“, das im April 2010 die schlimmste Ölpest in der Geschichte der USA ausgelöst hatte, habe die US-Regierung BP weiter als einen ihrer größten Treibstofflieferanten genutzt.

Vom Gericht fordert der Konzern, seinen Ausschluss von der Auftragsvergabe durch die EPA als „übertrieben, willkürlich und launenhaft“ und damit als „null und nichtig“ zu erklären. Außerdem verlangt BP von der US-Regierung eine „gerechte“ Entschädigung sowie die Übernahme seiner Anwaltskosten.

Ende November hatte BP in einer Vereinbarung mit der US-Justiz wegen der Ölpest im Golf von Mexiko Strafzahlungen von 4,5 Milliarden Dollar (3,4 Milliarden Euro) zugesagt. BP bekannte sich unter anderem wegen Verstößen gegen Umweltschutzgesetze schuldig – im Gegenzug stellte die US-Justiz das Strafverfahren ein.