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VW-Erdgas-Kleinstwagen verteidigen Spitzenplatz bei VCD-Ökoranking

Erneut haben sich die Erdgas-Kleinstwagen des VW-Konzerns im Umweltranking des Verkehrsclubs VCD an die Spitze gesetzt. Die antriebstechnisch identischen Modelle VW eco up!, Seat Mii Ecofuel und Skoda Citigo CNG Green tec belegten in der am Mittwoch in Berlin veröffentlichten neuen VCD-Umweltliste den ersten Platz vor Hybrid-Fahrzeugen aus dem Toyota-Konzern.

Berlin (afp) – Erneut haben sich die Erdgas-Kleinstwagen des VW-Konzerns im Umweltranking des Verkehrsclubs VCD an die Spitze gesetzt. Die antriebstechnisch identischen Modelle VW eco up!, Seat Mii Ecofuel und Skoda Citigo CNG Green tec belegten in der am Mittwoch in Berlin veröffentlichten neuen VCD-Umweltliste den ersten Platz vor Hybrid-Fahrzeugen aus dem Toyota-Konzern.

Auch die zwei Japaner – der Lexus CT 200h und der Toyota Prius Hybrid – verteidigten ihre Platzierung aus dem Vorjahr. An der Spitze des Rankings des ökologisch ausgerichteten Verkehrsclubs gab es somit keine Veränderung. In den Top Ten vertreten waren außer den drei kleinen VW-Modellen und einem weiteren VW-Auto, dem VW Golf 1.4 TGI Blue Motion, nur japanische Typen. Darunter waren neben Modellen von Toyota und Lexus auch je eines von Mitsubishi, Nissan sowie Suzuki.

Bei seinem Ökotest bewertet der VCD die Umweltbilanz. Wichtigster Faktor dabei ist die Belastung durch den Ausstoß des Klimagases CO2 und anderer Schadstoffe wie Stickoxide. Auch die Lärmbelästigung fließt dem Club zufolge in die Berechnung ein. Insgesamt untersuchten die Tester diesmal mehr als 400 aktuelle Pkw-Modelle.

Allein gemessen am CO2-Ausstoß lagen die drei VW-Erdgasfahrzeuge und der Toyota Yaris Hybrid mit 79 Gramm je Kilometer gleichauf an der Spitze. Die VW-Autos gewannen aber aufgrund ihrer besseren Bewertung in den anderen Kategorien. Der Yaris Hybrid kam insgesamt auf Rang sechs.

Unter den ökologisch besten zehn Modellen waren aufgrund mehrfacher Platzierungen wegen Punktgleichheit insgesamt vier Erdgasfahrzeuge, fünf Hybridautos und drei kleine Benziner. Die Alternativen zu den herkömmlichen Verbrennungsantrieben Diesel und Benzin setzten sich immer mehr durch, erklärte der VCD. Erdgas verbrennt sauberer als Benzin oder Diesel und hat deshalb deutliche Umweltvorteile. Es ist zudem steuerbegünstigt und daher viel billiger als normale Kraftstoffe. Bei einem Hybridantrieb werden ein Elektro- und ein Verbrennungsmotor kombiniert.

Der VCD kritisierte zugleich die Position der Bundesregierung, auf deren Drängen hin Ende Juni eine EU-Abstimmung über schärfere CO2-Grenzwerte verschoben worden war. „Der CO2-Grenzwert ist bislang das effektivste Instrument, um Treibhausgase zu reduzieren und die Kosten an der Tankstelle zu senken“, erklärte dessen verkehrspolitischer Sprecher Gerd Lottsiepen am Mittwoch.

Lottsiepen warf der schwarz-gelben Regierung „knallharte Klientelpolitik“ für die deutschen Oberklasse-Hersteller Daimler und BMW vor, deren stark motorisierte Autos viel Treibstoff verbrauchen und viel CO2 ausstoßen. Dagegen zeige der VCD-Test, dass neben den Siegerautos bereits Dutzende weitere Modelle auf dem Markt seien, die den von der EU geplanten Flottengrenzwert von 95 Gramm CO2 je Kilometer ab dem Jahr 2020 einhielten. Insgesamt seien es 45.

Die Konzentration einiger deutscher Hersteller und der Bundesregierung auf das Premiumsegment sei ein „gefährlicher Weg“, erklärte der Experte dazu weiter. „Der Volkswagen-Konzern weist mit seinen kleinen Erdgasfahrzeugen dagegen in die richtige Richtung.“ Vor einigen Monaten hatte schon die Umweltschutzorganisation Greenpeace den VW-Konzern gelobt, weil er sich ausdrücklich zu dem EU-Ziel von 95 Gramm CO2 je Kilometer bekannt hatte.

Reine Elektrofahrzeuge berücksichtigte der VCD bei seiner Untersuchung nicht, führte diese aber separat in einem eigenen Ökoranking auf. Als Grund gab der Verband an, dass Verkaufszahlen sehr niedrig und die Datenlage zu dünn sei.

Die VCD Auto-Umweltliste 2013/2014 >> im Internet