Nachrichten

Deutsche Nahrungsmittelproduktion hängt zunehmend an Flächen im Ausland

Wiesbaden (afp) – Die Herstellung von Nahrungsmitteln in Deutschland hängt zunehmend von Äckern und Feldern jenseits der Grenze ab. Die landwirtschaftliche Fläche im Ausland, die zur Bereitstellung von Importen in die Bundesrepublik dient, stieg zwischen 2000 und 2010 um 38 Prozent auf 18,2 Millionen Hektar, wie aus einem am Montag vom Statistischen Bundesamt vorgelegten Forschungsbericht hervorgeht. Die für Ernährungszwecke genutzte Anbaufläche im Inland sank in derselben Zeitspanne um fünf Prozent auf 14,7 Millionen Hektar.

Insbesondere für die in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Exporte von Lebensmitteln aus Deutschland in andere Länder werden der Untersuchung zufolge immer mehr landwirtschaftliche Flächen benötigt – und zwar sowohl im Ausland wie im Inland. Zwischen 2000 und 2010 stieg die für Lebensmittelexporte benötige Anbaufläche im Inland um 18 Prozent auf 7,7 Millionen Hektar, im Ausland sogar um 35 Prozent auf rund fünf Millionen Hektar.

Exportiert werden laut Statistik vor allem immer mehr tierische Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Milch und Eier. Die Landwirte geben den Masttieren oft Kraftfutter, vor allem Soja – entsprechend stieg die Anbaufläche für nach Deutschland importierte Futtermittel aus dem Ausland stark um 43 Prozent an.