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Landarbeiter in Kolumbien fordern gerechtere Verteilung von Ackerfläche

Bogotá (afp) – Auf zahlreichen Kundgebungen in ganz Kolumbien haben Landarbeiter am Montag (Ortszeit) eine gerechtere Verteilung von Anbauflächen und mehr staatliche Unterstützung gefordert. An den landesweiten Protesten gegen die derzeitige Regierungspolitik beteiligten sich nach Angaben der Organisatoren zwischen 150.000 und 200.000 Menschen. Eine offizielle Teilnehmerzahl der Behörden gab es nicht.

Die Organisatoren gehen nach Angaben eines Sprechers davon aus, dass die Protestbewegung in den kommenden Tagen noch anschwellen wird. „Lastwagenfahrer und Minenarbeiter wollen sich auch beteiligen“, sagte Eberto Diaz. „Morgen werden wir bestimmt noch mehr Menschen sein.“

Die Demonstranten fordern von der Regierung die Einberufung eines Nationalen Dialogs, in dem über die Landverteilung gesprochen werden soll. Die Proteste werden von den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) unterstützt, der größten Rebellengruppe im Land. Eine Agrarreform ist auch eines der entscheidenden Themen bei den derzeit laufenden Friedensverhandlungen zwischen der Regierung und der FARC.