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„Grüne“ Unternehmen sind für Mitarbeiter attraktiver

Die Nachhaltigkeitsstrategie eines Unternehmens wird immer bedeutender für ein erfolgreiches Personalmarketing. Bereits mehr als 70 Prozent der Beschäftigten achten heute stärker auf umweltgerechtes Verhalten und faire Arbeitsbedingungen. Dies sind Ergebnisse einer Studie der Beratungsgesellschaft Bain&Company unter knapp 750 Beschäftigten in sechs Ländern.

München/Zürich (csr-news) > Die Nachhaltigkeitsstrategie eines Unternehmens wird immer bedeutender für ein erfolgreiches Personalmarketing. Bereits mehr als 70 Prozent der Beschäftigten achten heute stärker auf umweltgerechtes Verhalten und faire Arbeitsbedingungen. Dies sind Ergebnisse einer Studie der Beratungsgesellschaft Bain&Company unter knapp 750 Beschäftigten in sechs Ländern.

Befragte wurden Angestellte aus Deutschland, Großbritannien, USA, Indien, China und Brasilien. Dabei erklärten 70 Prozent, dass sie heute stärker als vor drei Jahren auf nachhaltige Unternehmenspraktiken achten. Den höchsten Stellenwert genießen Arbeitsschutz, Verzicht auf Kinderarbeit, Senkung der Emissionen sowie umweltgerechtes Verhalten im Alltag. Insbesondere jüngere Beschäftigte interessieren sich in den Industrie- und Schwellenländern für das Thema Nachhaltigkeit. Über 50 Prozent der unter 40-Jährigen erklärten in der Bain-Umfrage, dass die Nachhaltigkeitsstrategie ihre Entscheidung für den aktuellen Arbeitgeber beeinflusst hat. Bei den Älteren liegt dieser Anteil bei 29 Prozent. Unabhängig vom Alter erklärten 15 Prozent sogar, dass sie auf ein höheres Gehalt verzichtet hätten, um für ein „grünes“ Unternehmen zu arbeiten.

Bezogen auf die Leistung ihres eigenen Arbeitgebers, zeigte sich nur rund ein Drittel der Befragten zufrieden. Henrik Naujoks, Partner bei Bain & Company und Co-Autor der Studie, warnt: „Angestellte achten mittlerweile genau darauf, ob und inwieweit Ankündigungen in Sachen Nachhaltigkeit auch Taten folgen. Wenn diese unterbleiben und sich Mitarbeiter nicht engagieren können, verschenken Unternehmen letztendlich Wachstumspotenzial“. Tatsächlich wirkt sich eine engagierte Belegschaft direkt auf den Umsatz aus, hat man bei Bain nachgerechnet. Den wachsenden Stellenwert der Nachhaltigkeit unterstreicht ein weiteres Umfrageergebnis.Danach ist mittlerweile die Hälfte der Beschäftigten in den Schwellenländern überzeugt, dass die Unternehmen und ihre Mitarbeiter selber handeln müssen, um fragwürdige Umstände zu verbessern. Den Beschäftigten fehlt das Vertrauen in die Politik, ein Trend, der sich auch in den Industrieländern beobachten lässt. Entsprechend wählen die Befragten ihren Arbeitgeber aus. „Unternehmen sollten sich den Enthusiasmus der Beschäftigten zunutze machen, so Naujoks. „Dazu müssen sie Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil ihres Kerngeschäfts begreifen, anstatt das Thema noch länger als unvermeidliche CSR-Initiative zu behandeln“.

Wie die Studie zeigt, haben manche Unternehmen dies begriffen und fördern systematisch das Engagement ihrer Mitarbeiter. Sie bieten Freiräume um Produkte und Prozesse ständig zu optimieren. Konsequenterweise ist in diesen Unternehmen auch ein Teil der variablen Vergütung an das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen gebunden. Als dritten Stellhebel wird auf eine entsprechende Weiterbildung aller Angestellten gesetzt. „Auf diese Weise erhöhen diese Unternehmen nicht nur die Effizienz des Ressourceneinsatzes, sondern profilieren sich auch als Arbeitgeber“, sagt Naujoks. „Es ist an der Zeit, dass sich mehr Unternehmen diesen doppelten Wettbewerbsvorteil zunutze machen“.

Die weltweite Umfrage von Bain & Company ist die Basis der Studie „The big green talent machine“. In dieser Studie zeigt Bain die Konsequenzen dieses Bewusstseinswandels und Handlungsoptionen für Unternehmen auf. Das Unternehmen bietet eine Zusammenfassung der Ergebnisse in englischer Sprache zum Download an.

Globale Bain-Umfrage zum Stellenwert von Nachhaltigkeit bei Arbeitnehmern / "GrŸne" Unternehmen sind fŸr junge Talente attraktiver

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