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Ausbildung von Hauptschulabsolventen lohnt sich für Firmen

Berlin (afp) – Gerade die Ausbildung von Jugendlichen mit Hauptschulabschluss kann sich einer neuen Studie zufolge für Unternehmen lohnen. Sie wiesen nach ihrer Lehre eine besonders lange Betriebszugehörigkeit und hohe Loyalität zu ihrem Arbeitgeber auf, ergab eine am Donnerstag in Berlin vorgestellte Untersuchung der Vodafone Stiftung und der Stiftung Neue Verantwortung. Die Stiftungen hatten Firmen untersucht, die Hauptschulabsolventen ausbilden.

„Unternehmen, die schulschwache Bewerber von vornherein ablehnen, verwerfen Rohdiamanten, die zu wertvollen Mitarbeitern werden können“, erklärte Projektleiterin Friederike von Tiesenhausen. Der Geschäftsführer der Vodafone Stiftung, Mark Speich, zeigte sich überzeugt, die Studie mache deutlich, „wie sehr die Wirtschaft davon profitieren könnte, wenn sie sich bei der Suche nach Auszubildenden stärker für diese Gruppe öffnen würde“.

Die Stiftungen appellierten an die Unternehmen, bei der Auswahl von Bewerbern nicht nur auf Zeugnisse zu schauen. Sie sollten stattdessen durch Probearbeit die Motivation und Leistungsbereitschaft von schulschwachen Jugendlichen testen. Zudem rieten sie dazu, jedem Azubi eine Vertrauensperson zur Seite zu stellen.