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Corporate Citizenship: Wie wirksam sind die Maßnahmen?

Für einen großen Teil der deutschen Unternehmen ist es selbstverständlich sich auch gesellschaftlich zu engagieren, dies gilt vor allem für die im Deutschen Aktienindex DAX vertretenen Konzerne. Warum machen sie das und was erreichen sie damit? Das Analysehaus Phineo hat die Corporate Citizenship-Programme der DAX-Unternehmen unter die Lupe genommen und festgestellt: Die Unternehmen sprechen selten über die Wirkung ihres Engagements.

Berlin (csr-news) > Für einen großen Teil der deutschen Unternehmen ist es selbstverständlich sich auch gesellschaftlich zu engagieren, dies gilt vor allem für die im Deutschen Aktienindex DAX vertretenen Konzerne. Warum machen sie das und was erreichen sie damit? Das Analysehaus Phineo hat die Corporate Citizenship-Programme der DAX-Unternehmen unter die Lupe genommen und festgestellt: Die Unternehmen sprechen selten über die Wirkung ihres Engagements.

Für die Studie „Tue Gutes und Rede darüber. Studie zur Wirkungstransparenz des Corporate Citizenship in DAX-Unternehmen“ wurden die Konzerne im Zeitraum März bis August 2013 dahin gehend untersucht, wie transparent sie über die Wirkung ihres gesellschaftlichen Engagements berichten. Dazu wurden im wesentlich die Online-Angebote sowie die Jahres- und CSR-Berichte anhand von neun Kriterien analysiert. Das Ergebnis: Die Berichterstattung zur Wirkung gesellschaftlichen Engagements Konzerne steht noch am Anfang. „Erste Best-Practice-Beispiele weisen jedoch auf eine Trendwende. Immer mehr Unternehmen sehen in einer transparenten und qualitativ hochwertigen Berichterstattung den Schlüssel zum gesellschaftlichen und unternehmerischen Erfolg von Corporate Citizenship. Deutschland zieht im internationalen Vergleich nach. Auch bei uns wird Engagement zum Erfolgsfaktor“, sagt Cornelius Schaub, Leiter der Beratungsabteilung bei Phineo.

So stellen knapp 80 Prozent der Unternehmen ihre CC-Strategie mehr oder weniger ausführlich dar. Als Best Practice wird hier RWE hervorgehoben. „Aus den Angaben ist zu erkennen, dass die CC-Maßnahmen einer langfristig angesetzten strategischen Steuerung unterliegen“, heißt es unter anderem in der Begründung. Auch über die eigentlichen Maßnahmen und die dafür eingesetzten Ressourcen wird überwiegend transparent berichtet. Die größten Defizite liegen dagegen bei der Darstellung einer übergreifenden Vision sowie bei der beabsichtigten und erreichten Wirkung der Maßnahmen. Die Analyse zeigt aber auch, es gibt sie die Beispiele, jene Unternehmen, die sehr transparent auch über spezifische Aspekte ihres CC-Engagements berichten. Beispiel stellt Phineo die Bayer AG als eines von wenigen Unternehmen mit klarer CC-Vision vor. Beim Thema Wirkung der CC-Strategie tut sich vor allem die Allianz hervor. Die Allianz Deutschland AG führt an mehreren Stellen aus, dass sie mithilfe von Studien die Wirkung ihrer CC-Aktivitäten erfasst, teils in Hinblick auf den Business Case (Mitarbeiterbindung, Markenbekanntheit), teils bezüglich der Wirkungen auf die gesellschaftliche Zielgruppe (Social Case). Ergebnisse einzelner Untersuchungen sind zudem öffentlich zugänglich.

Damit das gesellschaftliche Engagement der Unternehmen mehr bewirken kann, muss auch der Staat seinen Teil dazu beitragen und die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Frank Klaas, Managing Director Global Public Affairs der Deutschen Börse AG: „Wir brauchen ein engagementfreundlicheres Klima und vor allem geeignete Rahmenbedingungen. Es darf beispielsweise nicht sein, dass einer Organisation, die Spenden von einem großen Unternehmen einwirbt, im Gegenzug die staatlichen Mittel gekürzt werden. Hier müssen Staat und Wirtschaft an einem Strang ziehen“.

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