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Gericht verbietet Daimler Werbung für S-Klasse

Stuttgart (afp) – Der Autobauer Daimler darf vorerst nicht mehr mit umstrittenen Angaben zum Spritverbrauch und Schadstoffausstoß für seine neuen S-Klasse-Modelle werben. Dies entschied das Landgericht Stuttgart in einer einstweiligen Verfügung, wie die klagende Deutsche Umwelthilfe (DUH) am Montag in Berlin mitteilte. Der Konzern hatte damit geworben, dass die Oberklasse-Serie insgesamt in die Energieeffizienz-Klassen A bis D falle. Der Umwelthilfe zufolge erreichten einzelne Modelle aber die Klassen E oder F. (Az: 35 O 76/13 KfH)

Daimler hatte in einer großen Werbekampagne für alle Modelle der S-Klasse CO2-Emissionen von maximal 213 beziehungsweise 225 Gramm je Kilometer und günstige Effizienzklassen von D bis A versprochen. Tatsächlich erreichen die spritdurstigsten Modelle „S 63 AMG 4Matic lang“ und „S 63 AMG“ jedoch nur die Effizienzklassen „F“ und „E“. Dies ließ Daimler der DUH zufolge in der Werbung aber ebenso unter den Tisch fallen wie den hohen Spritverbrauch dieser Modelle. Damit habe der Konzern seine Autos insgesamt umweltfreundlicher erscheinen lassen, als sie es sind, erklärte die DUH.