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Bitburger Brauereigruppe nach ZNU-Standard zertifiziert

Die Bitburger Braugruppe ist als erster Verbund in der Branche nach dem Nachhaltigkeits-Standard des Zentrums für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) der Universität Witten/Herdecke zertifiziert worden. Drei der insgesamt fünf Brauereien haben ihr Audit durch den TÜV Rheinland bereits erfolgreich bestanden, die übrigen zwei folgen.

Bitburg (csr-news) > Die Bitburger Braugruppe ist als erster Verbund in der Branche nach dem Nachhaltigkeits-Standard des Zentrums für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) der Universität Witten/Herdecke zertifiziert worden. Drei der insgesamt fünf Brauereien haben ihr Audit durch den TÜV Rheinland bereits erfolgreich bestanden, die übrigen zwei folgen.

„Der ZNU-Standard ermöglicht es, Nachhaltigkeit in den einzelnen Unternehmensbereichen fundiert nachzuweisen und Prozesse daraufhin kontinuierlich zu prüfen und zu verbessern. Mit der Bitburger Braugruppe ist nun ein Unternehmen zertifiziert, das zeigt, wie man Nachhaltigkeit professionell in den vorhandenen Strukturen verankern kann“, erklärt Jörg Klocke, Leadauditor beim TÜV Rheinland. Der ZNU-Standard wurde explizit für Produktionsunternehmen in der Lebensmittelwirtschaft entwickelt (CSR-NEWS berichtete). Der Standard berücksichtigt Nachhaltigkeitsanforderungen sowohl auf Unternehmens- als auch auf Produktebene. Ziel ist es, Nachhaltigkeit im Unternehmen messbar und überprüfbar zu machen und bietet damit einen glaubwürdigen und transparenten Nachweis gegenüber Stakeholdern.

In den ersten Monaten dieses Jahres wurde vom Verbund zunächst die Bitburger Brauerei zu Themenfeldern aus den Bereichen Umwelt, Soziales, Wirtschaft und Unternehmensführung geprüft. Es folgten die Audits in den Brauereien Wernesgrün und Lich. Weil damit bereits mehr als die Hälfte der Unternehmen auditiert wurde, konnte die Zertifizierung an die gesamte Gruppe vergeben werden. In den nächsten Jahren müssen sich nun noch die Köstritzer Brauerei und König Pilsener einem Audit unterziehen. Mit einem Ausstoß von rund 7,5 Millionen Hektolitern und einem Umsatz von rund 774 Millionen Euro zählt Bitburger zu den führenden Brauereigruppen in Deutschland. Für Technik-Geschäftsführer Jan Niewodniczanski ist die Verbundzertifizierung deshalb auch ein wichtiger Meilenstein innerhalb des gruppenweiten Nachhaltigkeitsprozesses. „In den letzten Jahren haben wir in vielen Unternehmensbereichen wesentliche Verbesserungen erzielt. Beispielsweise investieren wir als Braugruppe regelmäßig an allen Produktionsstätten in technische Neuerungen zur Energie- und Wassereinsparung. Darüber hinaus beziehen wir an allen Standorten ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien. Der ZNU-Standard hilft uns dabei, die ehrgeizigen Ziele, die wir uns gesteckt haben, umzusetzen und zu kommunizieren“, so Niewodniczanski. Ein Beispiel, in den vergangenen zwanzig Jahren konnte der CO2-Ausstoß der gesamten Produktion um knapp 40 Prozent pro Hektoliter Bier gesenkt werden.

Foto: v.l.n.r.: Reinhard Bier und Leadauditor Jörg Klocke (beide TÜV Rheinland), Dr. Ulrich Peters (Geschäftsführer der Licher Privatbrauerei), Dr. Marc Kusche (Geschäftsführer der Wernesgrüner Brauerei), Jan Niewodniczanski (Geschäftsführer Technik der Bitburger Braugruppe), Thomas Lauer (Bereichsleiter Technik, Produktion & Umwelt der Bitburger Braugruppe), Stefan Kauß (Leiter Nachhaltigkeit, Umwelt & Sicherheit der Bitburger Braugruppe).