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Das Elektroauto kommt langsam ins Rollen: Hersteller zeigen bei der IAA in Kürze erhältliche Serienmodelle

Die Autohersteller in Deutschland bringen das Elektroauto allmählich ins Rollen. Bei der Internationalen Automobil-Ausstellung, die am Donnerstag beginnt und am Samstag die Pforten für das breite Publikum öffnet, wird eine ganze Reihe von Modellen zu sehen seien, die schon erhältlich sind oder die es bald zu kaufen gibt.

Von Martin Achter

Frankfurt/Main (afp) – Die Autohersteller in Deutschland bringen das Elektroauto allmählich ins Rollen. Bei der Internationalen Automobil-Ausstellung, die am Donnerstag beginnt und am Samstag die Pforten für das breite Publikum öffnet, wird eine ganze Reihe von Modellen zu sehen seien, die schon erhältlich sind oder die es bald zu kaufen gibt.

VOLKSWAGEN: Deutschlands größter Autokonzern präsentiert zwei Elektro-Modelle, die schon in Kürze auf den Massenmarkt kommen. Ab Oktober wollen die Wolfsburger eine Elektro-Variante des Kleinwagens up! verkaufen, den e-up!. Der Grundpreis liegt mit 26.900 Euro rund zweieinhalb Mal so hoch wie bei der Basis-Version mit Verbrennungsmotor. Das Auto soll 130 Kilometer Reichweite haben. Auch der Verkaufsschlager des Konzerns, der Golf, rollt demnächst unter Strom über die Straßen mit einer Reichweite von bis zu 190 Kilometern. Zu den Händlern könnte der e-Golf Anfang 2014 kommen. Der Verkaufspreis ist noch nicht bekannt.

BMW: Ab November verkauft BMW sein erstes Elektroauto, das in großer Stückzahl gefertigt wird. Beim i3 handelt es sich um einen Kompaktwagen in Golf-Größe mit bis zu 160 Kilometern Reichweite und einem Kaufpreis ab 34.950 Euro. Ab 39.450 Euro will BMW eine Version des Autos mit zusätzlichem Benzinmotor verkaufen, der – falls nötig – Strom für den Akku erzeugt und dadurch die Reichweite auf um 300 Kilometer verlängert. Die Fahrgastzelle besteht aus Carbon, wodurch das Auto besonders leicht ist. Auf der IAA will BMW den Elektro-Sportwagen i8 vorstellen.

DAIMLER: Unter der Kernmarke Mercedes-Benz verkauft Daimler bislang noch keinen Elektro-Pkw in großer Serie. 2014 soll die stromgetriebene B-Klasse auf den Markt kommen. Die Reichweite soll bei 200 Kilometern liegen, die Höchstgeschwindigkeit bei 160 Stundenkilometern. Mit seiner Kleinwagenmarke Smart verkauft Daimler seit vergangenem Jahr Elektroautos. Die Flitzer kosten ab 23.680 Euro, wenn die Batterie mitgekauft und nicht über ein Mietmodell finanziert wird. Die Maximalgeschwindigkeit liegt bei 125 Stundenkilometern, die Reichweite bei 145 Kilometern.

AUDI: Schon 2009 präsentierte die Volkswagen-Tochter unter dem Namen e-tron einen stromgetriebenen Sportwagen. In den Verkauf ging das Modell jedoch nie. Derzeit gibt es bei Audi keine Pläne für reine Elektroautos. Stattdessen arbeitet Audi an einer Hybrid-Variante seines Modells A3, die mit einem kombinierten Verbrennungs- und Elektroantrieb ausgestattet ist. Mit dem Fahrzeug sollen auch 50 Kilometer nur mit Strom zurückgelegt werden können. Zu kaufen gibt es das Auto noch nicht.

PORSCHE: Der Sportwagenhersteller hat zwei Hybrid-Modelle im Angebot – Hybrid-Versionen des Geländewagens Cayenne und der viersitzigen Limousine Panamera. Der Panamera S E-Hybrid kommt ohne Verbrennungsmotor 36 Kilometer weit bei Maximaltempo 135. Das Fahrzeug gibt es ab 110.400 Euro. Den Cayenne Hybrid gibt es ab 83.000 Euro. Auch er kann kurze Strecken bis zu Tempo 60 rein elektrisch fahren.

OPEL: Der Rüsselsheimer Hersteller bezeichnet seinen bis zu 161 km/h schnellen Ampera als Elektroauto. Das seit 2011 produzierte Auto kommt mit seinem Elektromotor 40 bis 80 Kilometer weit, je nach Fahrweise. Danach schaltet sich – wie bei den Hybrid-Modellen anderer Hersteller – ein Verbrennungsmotor dazu, was Reichweiten von bis zu 500 Kilometern ermöglicht. Das Fahrzeug gibt es ab 45.900 Euro.

FORD: Der Hersteller will in diesen Tagen mit seinem Modell Focus Electric durchstarten. Das Fahrzeug hat ein Maximaltempo von 137 Stundenkilometern und kommt bis zu 162 Kilometer weit. Der in Saarlouis produzierte Wagen ist ab knapp 40.000 Euro erhältlich.