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Deutsche Börse: Transparenz fördert Sicherheit und Stabilität

Die Deutsche Börse fördert Nachhaltigkeit am Kapitalmarkt, etwa durch ihre jüngst veröffentlichten Empfehlungen zu einer ganzheitlichen Kapitalmarktkommunikation. Über relevante Nachhaltigkeitsthemen und deren Kommunikation sprach CSR NEWS mit Julia Taeschner, Head of Corporate Responsibility der Gruppe Deutsche Börse, im Rahmen des Sommer-Partnernetzwerkinterviews.

Frankfurt am Main (csr-news) – Die Deutsche Börse fördert Nachhaltigkeit am Kapitalmarkt, etwa durch ihre jüngst veröffentlichten Empfehlungen zu einer ganzheitlichen Kapitalmarktkommunikation. Über relevante Nachhaltigkeitsthemen und deren Kommunikation sprach CSR NEWS mit Julia Taeschner, Head of Corporate Responsibility der Gruppe Deutsche Börse, im Rahmen des Sommer-Partnernetzwerkinterviews.

CSR NEWS: Welche CSR-relevanten Themen besitzen aus Ihrer Sicht eine besondere Bedeutung?

Julia Taeschner: Momentan beschäftigt uns das Thema der Nachhaltigkeitsberichterstattung im Kapitalmarkt besonders stark. Als einer der größten internationalen Marktplatzorganisatoren hat die Gruppe Deutsche Börse das zentrale Ziel, die Transparenz im Markt zu fördern und auszubauen. Damit ermöglichen wir informierte Investmententscheidungen, die erheblich zur Sicherheit und Stabilität der weltweiten Märkte beitragen. Dieser Transparenzanspruch gilt selbstverständlich auch für unser eigenes Reporting. Aus diesem Grund haben wir uns für das Berichtsjahr 2012 auf den Weg der integrierten Berichterstattung begeben und kommunizieren in unserem Unternehmensbericht finanzielle und nicht-finanzielle Kennzahlen.

Welche Meilensteine haben Sie in den zurückliegenden Wochen in Sachen CSR erreicht?

Vor dem Hintergrund der vorangegangenen Frage haben wir uns für das Berichtsjahr 2012 auf den Weg der integrierten Berichterstattung begeben und kommunizieren in unserem Unternehmens-bericht finanzielle und nicht-finanzielle Kennzahlen. Das ist für uns ein bedeutender Schritt, denn gerade zu Beginn der Entwicklung hin zum integrierten Bericht ist es wichtig, eine wohl überlegte und mit den Kernkompetenzen des Unternehmens korrespondierende Weichenstellung und damit Reporting-Strategie festzulegen.

Außerdem haben wir am 2. September 2013 einen Best Practice Guide mit Empfehlungen zu einer ganzheitlichen Kapitalmarktkommunikation im Bereich Nachhaltigkeit veröffentlicht. Die sieben Empfehlungen wurden gemeinsam mit Vertretern namhafter Emittenten und Investoren aus dem Issuer Markets Advisory Committe (IMAC) sowie einem Beratungsgremium der Deutsche Börse AG in Kapitalmarktfragen erarbeitet und werden vom Deutschen Fondsverband BVI, dem Deutschen Aktieninstitut, dem DIRK – Deutscher Investor Relations Verband und der DVFA – Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management mitgetragen. Ein solches Gemeinschaftsprojekt zu stemmen und erfolgreich abzuschließen ist ein schöner Erfolg.

Hat Ihr Engagement Auswirkungen auf die Förderung von CSR in kleinen und mittelständischen Unternehmen?

Der gerade angesprochene Leitfaden bündelt international gültige Reportingusancen, inkl. ausgewählter Best Practice Beispiele. Er bietet mit nur sieben Empfehlungen eine strukturierte Anleitung für einen intelligenten und vor allem effizienten Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit in der Kapitalmarktkommunikation und ist daher insbesondere auch für kleinere und mittelgroße Unternehmen sowie für Reporting-Neueinsteiger geeignet.


Julia Taeschner

Wie erleben Sie den Umgang der Medien mit dem Thema CSR?

Aus unserer Perspektive werden Themen der unternehmerischen Nachhaltigkeit medial sehr unterschiedlich aufgenommen. Während CR-relevante Inhalte in den „neuen Medien“ wie z.B. auf Twitter und anderen Social Media-Plattformen einen hohen Stellenwert haben (was darauf schließen lässt, dass sie gerade für die Generation Y von Bedeutung sind), sind Print-, TV- und Hörfunk-Medien nicht selten verhalten bis negativ gegenüber dem gesellschaftlichem Engagement der Unternehmen eingestellt („Green Washing“, CR ausschließlich Marketinginstrument…usw.).

Wir empfinden Letztgenanntes als vertane Chance für alle Beteiligten, denn eine informative und transparente Berichterstattung durch alle Medienformate würde diesem zukunftsorientierten Thema weiter Aufwind geben, neue Akteurskreise erschließen und damit letztlich dazu beitragen, das Engagement noch wirkungsvoller zu machen.