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Neue Zusammensetzung der Dow Jones Sustainability Indices

Die Bank of America, die Schweizer UBS und das Logistikunternehmen UPS sind die drei größten Neuzugänge im DJSI Wolrd (Dow Jones Sustainability Index). Dagegen scheiden Johnson&Johnson, HSBC und Vodafone aus dem Index aus. Insgesamt wurden 39 Unternehmen neu aufgenommen, während 47 Firmen ausscheiden. Auch zahlreiche deutsche Konzerne wie Siemens, SAP, Henkel oder Volkswagen konnten sich gegenüber dem Wettbewerb durchsetzen.

New York/Zürich (csr-news) > Die Bank of America, die Schweizer UBS und das Logistikunternehmen UPS sind die drei größten Neuzugänge im DJSI Wolrd (Dow Jones Sustainability Index). Dagegen scheiden Johnson&Johnson, HSBC und Vodafone aus dem Index aus. Insgesamt wurden 39 Unternehmen neu aufgenommen, während 47 Firmen ausscheiden. Auch zahlreiche deutsche Konzerne wie Siemens, SAP, Henkel oder Volkswagen konnten sich gegenüber dem Wettbewerb durchsetzen.

„Die DJSI haben eine doppelte Bedeutung. Zum einen bieten sie Investoren die Möglichkeit, Nachhaltigkeitserwägungen in ihre Portfolios zu integrieren. Zum anderen stellen sie eine effektive Plattform für den aktiven Dialog mit Unternehmen dar und fördern so die Durchsetzung nachhaltiger Geschäftspraktiken“, sagt Guido Giese, Head of Indices bei RobecoSAM. Die Dow Jones Sustainability Indices sind ein gemeinsames Produkt von S&P Dow Jones Indices und RobecoSAM AG. Jedes Jahr im September wird ihre Zusammensetzung überprüft und angepasst. Der Überprüfung geht ein umfängliches Assessment durch die Analysten von RobecoSAM voraus. Dazu werden mehr als 3000 börsennotierte Unternehmen zu einer Bewertung ihrer Nachhaltigkeitspraktiken eingeladen, darunter waren in diesem Jahr rund 800 Unternehmen aus Schwellenländern. Giese: „Wir empfehlen den Unternehmen eine aktive Beteiligung an unserem jährlichen Corporate Sustainability Assessment und freuen uns, dass die Zahl der Teilnehmer aus den Schwellenländern in diesem Jahr um 31% gestiegen ist“.

Grundsätzlich können sich Unternehmen aller Branchen für die Aufnahme in einen der Indizes qualifizieren, weil die Bewertung nach dem Best-in-Class-Ansatz vorgenommen wird, also keine Branchen ausgeschlossen werden. Aufgenommen werden dann die jeweils Branchenbesten, also jene Unternehmen, deren Nachhaltigkeitsperformance besser ist als bei den Wettbewerbern. Ein Schwerpunkt der Analyse liegt auf branchenspezifischen Risiken und Chancen. Grundsätzlich werden die finanzwirtschaftlich relevanten ökonomischen, ökologischen und sozialen Faktoren analysiert. David Blitzer, Managing Director S&P Dow Jones Indices: „Die Marktturbulenzen und die Verschuldungsproblematik der letzten Jahre sollten den Investoren erneut deutlich vor Augen geführt haben, wie wichtig eine langfristige Perspektive des Welt- und Marktgeschehens ist“.

Insgesamt enthält der DJSI World nach der Neuzusammensetzung 333 Unternehmen, darunter auch zahlreiche deutsche Konzerne. So konnte Siemens seine Position als Branchenbester verteidigen und die Bewertung durch die Analysten erneut verbessern. „Der erneute Spitzenplatz belegt, wie systematisch und konsequent wir Siemens in den letzen Jahren auf Nachhaltigkeit ausgerichtet haben“, sagte Barbara Kux, Vorstandsmitglied und Chief Sustainability Officer der Siemens AG. Im Bereich der Konsumgüter konnte sich Henkel gegenüber Mitbewerbern behaupten und seinen Spitzenplatz verteidigen. „Die Ergebnisse des DJSI und anderer globaler Ratings sind für uns ein wichtiges Feedback und Indikator dafür, ob wir mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie auf dem richtigen Weg sind“, so Kathrin Menges, Personalvorstand und Vorsitzende des Sustainability  Council von Henkel. Bei den Autoherstellern konnte sich der Wolfsburger Volkswagen Konzern durchsetzen – zuvor war die BMW Group acht Mal in Folge als nachhaltigster Automobilhersteller der Welt gelistet. Bei den Softwareanbietern dominierte SAP und bei den Versicherern die Allianz. Die Aufnahme oder der Verbleib in einem der DJSI gehört für zahlreiche deutsche Unternehmen zu den wichtigen Nachhaltigkeitszielen.

Alle Anpassungen an den Indizes treten am Montag, den 23. September 2013, in Kraft.
DJSI