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Altern der Gesellschaft macht sich bei Firmen bemerkbar

Frankfurt/Main (afp) – Bei zwei von drei Unternehmen in Deutschland macht sich laut einer Studie das Altern der Gesellschaft im Mitarbeiterstamm bemerkbar. 67 Prozent der Firmen seien der Ansicht, dass die Verschiebungen in der Altersstruktur in der Belegschaft bereits sichtbar seien, heißt es in einer am Donnerstag in Frankfurt am Main veröffentlichten Befragung der Unternehmensberatung Towers Watson. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Firmen beklage Fach- oder Führungskräftemangel. Erst ein Drittel der Unternehmen jedoch sei das Problem bereits angegangen.

Sieben von zehn Firmen schrieben den Veränderungen in der gesellschaftlichen Altersstruktur „einen wesentlichen Einfluss“ auf ihren wirtschaftlichen Erfolg in Zukunft zu, hieß es in der Studie. Vor allem hofften die Unternehmen, dass Zuwanderung von Arbeitnehmern aus anderen Ländern den Druck nehme – laut Studie setzten 81 Prozent der Firmen auf einen Zustrom von Arbeitskräften aus dem Ausland.

Unternehmen, die bereits Schritte ergriffen hätten, planten gezielt ihren Mitarbeiterbestand und machten für sich selbst Werbung als gute Arbeitgeber, hieß es in der Studie. Nur fünf Prozent fühlten sich ausreichend von der Politik unterstützt. Towers Watson befragte für die Untersuchung 116 Unternehmen verschiedener Branchen mit insgesamt 700.000 Mitarbeitern in Deutschland.

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