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GSK: Partnerschaft soll eine Million Kinderleben retten

Als Pharmaunternehmen wird GlaxoSmithKline (GSK) häufig gefragt, wie es mit der unternehmerischen Verantwortung für Menschen in Afrika und Asien aussieht. Eine Antwort der GSK-Senior Managerin Unternehmenskommunikation, Claudia Kubacki: Der Verantwortung begegnet das Unternehmen in Partnerschaft mit der Zivilgesellschaft. Ein weiteres Thema im Sommer-Partnerinterview ist die mediale Berichterstattung über CSR.

München (csr-news) – Als Pharmaunternehmen wird GlaxoSmithKline (GSK) häufig gefragt, wie es mit der unternehmerischen Verantwortung für Menschen in Afrika und Asien aussieht. Eine Antwort der GSK-Senior Managerin Unternehmenskommunikation, Claudia Kubacki: Der Verantwortung begegnet das Unternehmen in Partnerschaft mit der Zivilgesellschaft. Ein weiteres Thema im Sommer-Partnerinterview ist die mediale Berichterstattung über CSR.

CSR NEWS: Welche Meilensteine haben Sie in den zurückliegenden Wochen in Sachen CSR erreicht?

Claudia Kubacki: Für mich ist ein ganz wichtiger Meilenstein die neue Partnerschaft zwischen GSK und Save the Children – sie soll und kann eine Million Kindern in Entwicklungsländern das Leben retten. Derzeit sterben jedes Jahr etwa sieben Millionen Kinder unter fünf Jahren an vermeidbaren Krankheiten: An Malaria, an Durchfallerkrankungen oder an Krankheiten, die durch Mangelernährung verursacht werden. Das wollen wir gemeinsam ändern. Save the Children ist eine tolle Organisation, die in den letzten Jahren schon viel erreicht hat – und auch GSK unterstützt seit Jahren gezielt soziale Projekte in Afrika, von Schulprojekten für eine bessere Hygiene-Erziehung bis hin zu einer Initiative mit dem Ziel, die Elefantenkrankheit auszurotten. Gemeinsam mit Save the Children können wir noch mehr tun. Dabei gibt es drei Bereiche, auf die wir uns konzentrieren wollen:

  • Mehr Mitarbeiter in der Gesundheitsversorgung, insbesondere in den ländlichen Gebieten armer Länder
  • Impfstoffe und Medikamente
  • Einfache, nahrhafte Lebensmittel

In diesen Bereichen bringen beide Seiten ihr Fachwissen und ihre Ressourcen ein. Bei GSK sind das insbesondere unsere Kapazitäten im Bereich „Forschung und Entwicklung“. Wir haben im spanischen Tres Cantos eine eigene Forschungsstätte, die sich ausschließlich darauf konzentriert, Medikamente und Impfstoffe für Krankheiten der Entwicklungsländer zu entwickeln. Unsere Partner von Save the Children wissen genau, was gebraucht wird und welche Stolperfallen es gibt – es reicht zum Beispiel nicht, einen guten Impfstoff zu entwickeln, sondern es muss auch geklärt sein, wie man diesen Impfstoff für heiße Gebiete haltbar macht, es gibt dort ja nicht überall Kühlschränke. Gemeinsam können wir da richtig viel bewirken und ich bin zuversichtlich, dass wir mit unserer auf zunächst fünf Jahre angelegten Partnerschaft unser ehrgeiziges Ziel erreichen können: eine Million Kinderleben retten.

Übrigens: Auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in die Partnerschaft eingebunden. Sie rufen auf der ganzen Welt größere und kleinere Spendenaktionen ins Leben. Das Ziel: Alle GSK-MitarbeiterInnen weltweit wollen pro Jahr eine Million Pfund sammeln, die dann vom Unternehmen sogar noch verdoppelt werden. Und es ist fantastisch, das Engagement auch der deutschen Mitarbeiter für diese Sache zu sehen!

Was sind die „lessons learned“ aus Ihrem eigenen CSR-Engagement?

Vor einigen Jahren haben wir unsere finanziellen Mittel in Deutschland wesentlich stärker gestreut. Wir wollten möglichst vielen Einrichtungen helfen. Aber wir sind dann zu der Erkenntnis gekommen: Ein Brunnen bringt mehr als viele kleine Tropfen auf heißen Steinen. Will heißen: Wir haben vor einiger Zeit unser CSR-Engagement strategischer ausgerichtet. So konzentrieren wir uns heute in Deutschland auf drei größere Projekte, bei denen wir eine längerfristige Partnerschaft eingegangen sind. Für uns ist es auch wichtig, nicht nur finanzielle Mittel bereitzustellen. So unterstützen wir zum Beispiel die Einrichtung „wellcome – für das Abenteuer Familie“ auch dadurch, dass unsere Außendienstmitarbeiter Informationsmaterial zu „wellcome“ an Kinderärzte verteilen und so dazu beitragen, die Initiative immer bekannter zu machen.

Wir leben unser CSR-Engagement nicht nur nach außen, sondern auch intern: Seit zehn Jahren stellen wir unsere Mitarbeiter einen Tag im Jahr frei, um ihnen die Möglichkeit zu geben, selbst in sozialen Einrichtungen aktiv zu werden. Dieser „OrangeDay“ hat mittlerweile Tradition. Wir wissen inzwischen auch, dass dieser Tag für Kollegen häufig nur der erste Schritt ist, um sich danach weiter sozial zu engagieren.


Claudia Kubacki

Wie erleben Sie den Umgang der Medien mit dem Thema CSR?

Viele Chefredakteure glauben noch immer: Nur schlechte Nachrichten verkaufen sich gut. Aber ist das wirklich so? Ich selber kenne jedenfalls viele Menschen, die sich auch gerne über erfreuliche Neuigkeiten informieren. Es gibt so viele NGOs, die wunderbare Arbeit leisten und spannende Geschichten erzählen können – man sollte sie ruhig öfter zu Wort kommen lassen. Damit CSR erfolgreich sein kann, müssen sich Menschen engagieren. Die Politik muss Rahmenbedingungen schaffen, die soziales Engagement fördern und erleichtern. Es muss Unternehmen geben, die durch Spenden und Know-how ihren Teil beitragen. Und auch die Medien sind wichtig, denn sie können informieren und aufklären – und sie können ein Thema stärker ins Bewusstsein der Menschen rücken. Außerdem können sie die Bedeutung, aber auch die Erfolge sozialen Engagements herausstellen. Denn in der Tat ist es doch so, dass heute soziales Engagement in vielen Bereichen Unterstützung bietet und Standards sichert, aus denen sich der Staat in den vergangenen Jahren sukzessive zurückgezogen hat. Ich würde mir wünschen, dass auch gerade die großen Medien darüber berichten, nicht nur Special-Interest-Titel wie CSR-Medien. Es ist bedauerlich, dass das Thema von diesen aber nur „saisonbedingt“ und anlassbezogen behandelt wird – vor Weihnachten und bei Katastrophen. Es gibt von NGOs und Unternehmen viele tolle CSR-Nachrichten, die es verdient hätten, veröffentlicht zu werden.

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