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Vor allem größere Firmen suchen Fachkräfte im Ausland

Berlin (afp) – Der Fachkräftemangel in Deutschland treibt einer Umfrage zufolge vor allem größere Firmen zur Suche nach Beschäftigten im Ausland. Drei Viertel der Großunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern und knapp die Hälfte der Mittelständler (49 Prozent) suchten aufgrund des Fachkräftemangels im Ausland Mitarbeiter, hieß es in einer am Montag in Berlin veröffentlichten Untersuchung des IT-Branchenverbandes Bitkom und des Online-Netzwerks Linkedin.

Im Schnitt beschäftigen 13 Prozent der deutschen Unternehmen ausländische Fach- oder Führungskräfte, wie es in der Untersuchung hieß. Insbesondere unter den Großunternehmen sei der Anteil an Firmen hoch, die auch Arbeitskräfte aus dem Ausland beschäftigten – er belaufe sich dort auf 58 Prozent. Mehr als die Hälfte der Großunternehmen (55 Prozent) planten zudem, im kommenden Jahr weitere ausländische Arbeitskräfte einzustellen. Im Durchschnitt aller Unternehmen seien es nur zehn Prozent.

Insbesondere im Bereich der Informationstechnologie werden der Untersuchung zufolge Fachkräfte im Ausland gesucht, aber auch im Controlling. Jeweils 40 Prozent der Unternehmen seien hier aktiv. Marketing-Spezialisten suchten 26 Prozent der Firmen auch im Ausland, 25 Prozent Qualitätsmanager und Experten für den Vertrieb, 24 Prozent Mitarbeiter für Forschung und Entwicklung.

56 Prozent der Unternehmen suchten Fachkräfte in südeuropäischen Ländern wie Spanien, Portugal oder Italien, hieß es in der Studie. 46 Prozent rekrutierten in westeuropäischen Staaten wie Frankreich oder Großbritannien. An der Umfrage beteiligten sich über 1400 Unternehmen.

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