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Handicap International: Offenheit der Unternehmen für Integration behinderter Mitarbeiter ausbaufähig

Eine zunehmende Zahl von Nichtregierungsorganisationen präsentieren sich als Partner von Unternehmen in Sachen CSR – und nicht mehr als Bittsteller. Ein Ziel von Handicap International Deutschland ist die Integration behinderter Menschen in Arbeit. Dazu berichtet der Leiter Marketing, Thomas Schiffelmann, im Sommer-Partnerinterview.

München (csr-news) – Eine zunehmende Zahl von Nichtregierungsorganisationen präsentieren sich als Partner von Unternehmen in Sachen CSR – und nicht mehr als Bittsteller. Ein Ziel von Handicap International Deutschland ist die Integration behinderter Menschen in Arbeit. Dazu berichtet der Leiter Marketing, Thomas Schiffelmann, im Sommer-Partnerinterview.

CSR NEWS: Welche CSR-Herausforderungen haben Sie und Ihre Kollegen besonders beschäftigt?

Thomas Schiffelmann: Als international anerkannte Hilfsorganisation für Menschen mit Behinderung können wir zwar mit über 300 Projekten in über 60 Ländern interessante CSR-Kooperationen anbieten. Jedoch ist die Offenheit der deutschen Unternehmen für Autonomie und echte Integration von Menschen mit Behinderung durchaus ausbaufähig. Daher sind wir sehr froh, dass das Groß- Einzelhandels-Unternehmen Kaufland den Mut aufgebracht hat, mit uns zu kooperieren.

Welche Meilensteine haben Sie in Sachen CSR erreicht? Welche Erfolge waren für Sie besonders bedeutsam?

Unser erstes Solidaritäts-Produkt, das „Plio-Set“ konnten wir dieses Jahr erfolgreich im deutschen Markt einführen. Bereits nach drei Wochen war die Hälfte der georderten Produkte verkauft. Dies hat nicht nur die beteiligten Kooperations-Partner gefreut, sondern zeigt auch durchaus, dass auch die deutschen Verbraucher ein Produkt aus einer Behinderten-Werkstätte annehmen und dabei noch etwas Gutes tun – für Menschen mit Behinderung weltweit.


Thomas Schiffelmann

Welche internationalen Bezüge sind für Ihr CSR-Engagement besonders wichtig?

In einer globalisierten Welt mit trans-nationalen Lieferketten ist mittlerweile die Internationalisierung für jeden Unternehmen unausweichlich. Nicht nur große Konzern, sondern gerade kleine und mittelständische Unternehmen profitieren von den internationalen Liefer- und Leistungsbeziehungen. Daher haben sie auch eine globale Verantwortung für Ausgegrenzte und die meist Schutzbedürftigsten in unserer Gesellschaft.

Wo sehen Sie einen offenen Bedarf an Kooperationen unterschiedlicher gesellschaftlicher Akteure?

Bei den drei wesentlichen Akteuren – Staat, Wirtschaft und Zivilbevölkerung – besteht noch erhebliches Entwicklungspotenzial der Interaktion. Public Private Partnerships sind ein Weg, doch sollten sich noch mehr Unternehmen ihrer Rolle als Bürger der Gesellschaft bewusst werden – ohne eigene wirtschaftliche Interessen.

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