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Europas Wälder sollen nachhaltiger bewirtschaftet werden

Brüssel (afp) – Europas Wälder sollen einer neuen Forststrategie der EU zufolge durch eine nachhaltigere Bewirtschaftung besser geschützt werden. „Wälder sind wichtige Ökosysteme sowie eine Quelle für Wohlstand und Beschäftigung in ländlichen Gebieten, wenn sie angemessen bewirtschaftet werden“, sagte EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolos am Freitag in Brüssel. Die neue Forststrategie schlägt vor, dass sich die EU-Mitgliedstaaten bis Ende 2014 auf gemeinsame Kriterien für eine nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Wälder einigen.

Die neuen Pläne ersetzen die bisherige EU-Forststrategie aus dem Jahr 1998. Seitdem ist vor allem die Bedeutung der Wälder als Ressource für Biokraftstoffe gewachsen, sie liefern nach Angaben der Kommission die Hälfte der erneuerbaren Energien. Gleichzeitig sind die europäischen Wälder, die 40 Prozent des Territoriums der EU bedecken, wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt. In Deutschland gibt es mehr als elf Millionen Hektar Wald, das entspricht etwa 31 Prozent der Landesfläche.

Die Forststrategie ist für die EU-Mitgliedstaaten eine Empfehlung, die Kommission kann ihnen in diesem Bereich keine Vorschriften machen. Von Land zu Land können sich die Interessen stark unterscheiden – abhängig davon, ob die Wälder vorrangig als Lieferanten für Bioenergie, Ressource für die Möbelindustrie oder als Naherholungsgebiet genutzt werden.

Entgegen dem weltweiten Trend ist die bewaldete Fläche in der EU etwa durch Aufforstungsprogramme in den letzten 60 Jahren angewachsen. Zuletzt allerdings immer langsamer: Beispielsweise machen steigende Temperaturen und zunehmende Dürre den Wäldern immer mehr zu schaffen, wie die EU-Kommission mitteilte.

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