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Borderstep Institut weitet Aktivitäten zu nachhaltigem Unternehmertum aus

Berlin (csr-news) > Die bundesweite Gründerinitiative StartUp4Climate soll Unternehmensgründungen in den Zukunftsfeldern Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz fördern. StartUp4Climate wird gemeinsam vom Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit, dem Bundesverband der deutschen Innovations-, Technologie- und Gründerzentren (ADT) und der EXIST-Gründerhochschule Universität Oldenburg getragen. Die Gründerinitiative will in den kommenden drei Jahren neue Anreize und Impulse für grüne Gründungen in Deutschland schaffen. Dazu gehört auch die Unterstützung für Gründer- und Innovationszentren sowie Messen, um die Potenziale der Green Economy in den Fokus zu rücken und ‚grüne‘ Gründer als wichtige Triebfeder für die deutsche Wirtschaft zu stärken. Zum Jahreskongress des ADT stellte das Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit die neue Gründerinitiative StartUp4Climate jetzt vor.

StartUp4Climate ist die weltweit erste nationale Gründerinitiative für eine grüne und kohlenstoffarme Wirtschaft. Gefördert wird das Vorhaben durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums. Die Initiative verfolgt das ehrgeizige Ziel, den Anteil der grünen Gründungen in Deutschland deutlich zu steigern und über innovative Gründungen die Kohlendioxidemissionen der deutschen Wirtschaft langfristig um 20 Prozent zu senken. Hierfür entwickelt und erprobt die Gründerinitiative neue Instrumente der Gründungsplanung, führt Maßnahmen der Information, Qualifizierung und Beratung durch und fördert die Vernetzung und den Austausch von Gründungsberatern, Wirtschaftsförderern, Investoren, Fördergebern oder Hochschulen. Begleitet von regelmäßigen Erhebungen des Green Economy Gründungsmonitors soll in der Gründungsförderung eine Schwerpunktsetzung auf grüne Zukunftsmärkte verankert werden. „Eine gezielte Gründungsförderung in den Feldern der Green Economy, ähnlich wie im IT- oder Biotechnologiebereich, kann die Gründungsdynamik in diesem Bereich deutlich erhöhen“, erläutert Prof. Dr. Klaus Fichter, Direktor des Borderstep Instituts für Innovation und Nachhaltigkeit.

Nach einer ersten Erhebung des vom Borderstep Institut entwickelten Green Economy Gründungsmonitors liegt der Anteil grüner Gründungen in deutschen Gründer- und Innovationszentren aktuell bei etwa 14 Prozent. Die vom ADT angekündigte Arbeitsgruppe Green Economy soll Gründer- und Innovationszentren darin bestärken, gezielte Angebote für Gründer in den Bereichen Umwelttechnologien und grüne Dienstleistungsideen zu machen und ein Kompetenznetz aufzubauen. In Zusammenarbeit mit der Gründerinitiative StartUp4Climate schafft die internationale Leitmesse IndustrialGreenTec der HANNOVER MESSE, die vom 07. bis 11. April 2014 stattfindet, mit einem Start-up-Tag und einer Start-up-Veranstaltung am Messe-Freitag ein neues Forum für Start-ups im Bereich der Green Economy. In Kooperationen mit den Businessplan-Wettbewerben von Berlin-Brandenburg und Hannover impuls erprobt StartUp4Climate in zwei Modellregionen die Einbindung von Nachhaltigkeit und Klimaschutz in die Erstellung von Businessplänen. Mit Kooperationspartnern wie Climate KIC, ein Netzwerk des European Institute of Technology, setzt StartUp4Climate auch auf internationalen Austausch.

Derzeit liegt der Welthandelsanteil der deutschen Wirtschaft an der Green Economy bei überdurchschnittlichen 15 Prozent. Ein Feld mit Zukunft, befindet auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Ihr Präsident Dr. Eric Schweitzer geht davon aus, dass sich die grüne Wirtschaft in den kommenden zehn Jahren weltweit verdoppeln wird. „Dann tritt ein kleiner werdender deutscher Mittelstand in den Wettbewerb mit Millionen neuer innovativer Start-ups in aller Welt.“ Vor diesem Hintergrund kann die Gründerinitiative StartUp4Climate für eine Belebung des Gründungsgeschehens in Deutschland sorgen und der grünen Wirtschaft frischen Wind geben.

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