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UNO fordert Verringerung von Treibhausgasen bei Rinderzucht

Rom (afp) – Viehzucht ist einer der Hauptverursacher von klimaschädlichen Gasen. Nach Angaben der UN-Ernährungsorganisation (FAO) vom Donnerstag, liegt der Anteil der weltweiten klimaschädlichen Gasemissionen durch Viehzucht bei 14,5 Prozent. Der jährliche Methangas-Ausstoß entspreche dem energetischen Wert von etwa 144 Millionen Tonnen Öl – das sei genug, um ganz Südafrika in diesem Zeitraum mit Energie zu versorgen.

Die in Rom ansässige UN-Organisation wies darauf hin, dass es bereits Möglichkeiten gebe, die Emissionen um bis zu 30 Prozent zu verringern: etwa durch eine veränderte Fütterung und eine effizientere Futtermittelherstellung. Demnach ist Futtermittelproduktion mit rund 45 Prozent die größte Emissionsquelle für Treibhausgase bei der Viehzucht. Die Verdauungsgase der Rinder selbst schlagen demnach mit 39 Prozent zu Buche.

Das Potenzial für ein besseres ökologisches Ergebnis im Viehzuchtsektor sei „bedeutend“, erklärte FAO-Vizechef Ren Wang. Angesichts einer rapide steigenden Nachfrage nach Fleisch auf dem Weltmarkt müsse „jetzt“ gehandelt werden.