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NGG startet Kampagne im Streit um Arbeitsbedingungen bei Burger King

Berlin (afp) – Mit einer bundesweiten Informationskampagne vor Burger-King-Filialen will die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ab Mittwoch gegen die nach ihrer Darstellung schlechten Arbeitsbedingungen in Schnellrestaurants der Kette protestieren. “Wir erhoffen uns durch die transparente Auseinandersetzung eine starke Solidarisierung der Öffentlichkeit mit den Beschäftigten”, erklärte die NGG-Vizevorsitzende Michaela Rosenberger am Dienstag in Berlin. Die Gewerkschaft wolle die neuen Eigentümer der betroffenen Restaurants unter anderem auffordern, zu einem “fairen und respektvollen Umgang mit den Beschäftigten zurückzukehren”.

Burger King betreibt Restaurants vielfach nicht selbst, sondern verpachtet sie an sogenannte Franchisenehmer, die diese dann in eigener Verantwortung führen. Im Frühjahr waren 92 Burger-King-Filialen von neuen Investoren übernommen worden. Seither gibt es laut NGG in den Restaurants verstärkt Konflikte mit Mitarbeitern und Betriebsräten.

Aktuell sind in der Gewerkschaft zufolge in mindestens 20 Fällen Betriebsräte von Kündigung beziehungsweise teils erheblichen Schadenersatz-Forderungen durch ihren Arbeitgeber bedroht. Auch würden tarifvertraglich festgelegte Zuschläge für Mehr- und Nachtarbeit nicht gezahlt, die Entgeltfortzahlung bei Krankheit oder Urlaub zu niedrig berechnet oder Löhne überhaupt nicht ausgezahlt.