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VW bei Forschungsausgaben weltweit führend

München (afp) – Kein Unternehmen auf der Welt steckt einer Studie zufolge so viel Geld in Forschung und Entwicklung (F&E) wie Volkswagen. VW gibt hierfür in diesem Jahr rund 11,4 Milliarden US-Dollar (rund 8,3 Milliarden Euro) aus, wie aus einer am Dienstag in München veröffentlichten Untersuchung des Beratungsunternehmens Booz & Company hervorgeht. Dies seien mehr als ein Fünftel der Forschungsausgaben der untersuchten deutschen Konzerne, die sich auf insgesamt 49,6 Milliarden Dollar belaufen. Damit sei Deutschlands Wirtschaft in Sachen Innovation „Europameister“.

Booz & Company analysierte für die Untersuchung die Entwicklungsausgaben der tausend forschungsintensivsten börsennotierten Unternehmen der Welt. Aus Deutschland gehören laut Untersuchung zu dieser Riege auch VW-Rivale Daimler (Platz 14) mit 6,6 Milliarden Dollar, Siemens (Platz 22) mit 5,5 Milliarden Dollar und BMW (Platz 27) mit 5,1 Milliarden Dollar. Insgesamt sind demnach 44 deutsche Unternehmen Teil der weltweiten Top-Liga in Sachen Innovationsausgaben. Die Entwicklungsausgaben Deutschlands seien jedoch „stark auf die Automobilindustrie konzentriert“, hieß es in der Untersuchung.

An der weltweiten Spitze folgt dem VW-Konzern der südkoreanische Elektronikriese Samsung mit einem Gesamtbudget von 10,4 Milliarden Dollar für Innovation, wie es in der Studie hieß. Platz drei im Ranking gehört dem Schweizer Pharmakonzern Roche mit 10,2 Milliarden Dollar. Teil der Top-Riege der weltweit innovationsstärksten Unternehmen seien auch der US-Chiphersteller Intel, der Softwarekonzern Microsoft und der Autohersteller Toyota.

Weltweit hätten die untersuchten Unternehmen ihre Forschungsbudgets im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 5,8 Prozent auf 638 Milliarden Dollar aufgestockt, hieß es in der Untersuchung. Deutschlands Top-Liga in Sachen Innovation habe seine Ausgaben etwa doppelt so stark gesteigert. In Europa seien die Forschungsausgaben mit einem Plus von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr nur unterdurchschnittlich gewachsen. China habe die Budgets für Forschung und Entwicklung sogar um 35,8 Prozent aufgestockt.

Über den Autor

CSRjournalist

Achim Halfmann ist Geschäftsführer von CSR NEWS und lebt im Bergischen Land. Seine Themen liegen vorallem in den Bereichen Gesellschaft, Medien und Internationales.

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