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Mittelstand: Auf dem Weg zur Nachhaltigkeitsberichterstattung

Nachhaltigkeitsberichte erscheinen auch von mittelständischen Unternehmen immer häufiger. Woran erkennt ein Unternehmen, dass es Zeit für einen ersten Nachhaltigkeitsbericht ist? Wer ergreift die Initiative und wie weit ist der Weg dorthin? Über diese Fragen sprach CSR NEWS mit Inga Kober, Geschäftsführerin der Bremer Nachhaltigkeitsberatung brands & values, die im November in einem Webinar für Praktiker aus dem Mittelstand Rede und Antwort stehen wird.

Bremen (csr-news) – Nachhaltigkeitsberichte erscheinen auch von mittelständischen Unternehmen immer häufiger. Woran erkennt ein Unternehmen, dass es Zeit für einen ersten Nachhaltigkeitsbericht ist? Wer ergreift die Initiative und wie weit ist der Weg dorthin? Über diese Fragen sprach CSR NEWS mit Inga Kober, Geschäftsführerin der Bremer Nachhaltigkeitsberatung brands & values, die im November in einem Webinar für Praktiker aus dem Mittelstand Rede und Antwort stehen wird.

Frau Kober, woran kann ein Unternehmen erkennen, dass es sich der Herausforderung einer CSR-Berichterstattung stellen muss?

Wenn ein Unternehmen viele Anfragen von verschiedenen wichtigen Anspruchsgruppen zu seinen Nachhaltigkeits-Aktivitäten bekommt – zum Beispiel von Investoren, Kunden, NGOs, GOs aber auch Mitarbeitern -, kann dies ein Indikator dafür sein, dass sich eine Berichterstattung anstatt einer einzelnen Beantwortung von Fragen lohnt.

Wie viel Zeit vergeht von der Entscheidung für einen CSR- oder Nachhaltigkeitsbericht bis zum fertigen Produkt?

Das hängt primär davon ab, wie weit die Entwicklung der Nachhaltigkeits-Strategie des Unternehmens gediehen ist. Falls eine Wesentlichkeitsanalyse und eine Nachhaltigkeits-Vision vorliegt, sowie ein Ziel- und Indikatorensystem, wenn Daten erhoben worden sind, dann kann die Erstellung in circa drei Monaten bewerkstelligt werden. Ansonsten kommen die genannten Schritte dazu. Fängt ein Unternehmen quasi bei null an, sollte man ein Jahr einplanen.

Welche Unternehmenseinheit kann den Aufschlag zu einem Nachhaltigkeitsbericht geben – und wer koordiniert das?

In der Regel ist es der Bereich Corporate Communication. Aber denkbar ist auch der Qualitäts-, der Umwelt- oder – wenn es den gibt – der Bereich CSR oder Nachhaltigkeit.

Spielt es für die Berichtserstellung eine Rolle, ob das fertige Produkt ein Printbericht oder eine Online-Version werden soll?

Dies spielt keine große Rolle, wenn Online lediglich ein Download oder eine Blätterversion des gedruckten Berichts geplant ist. Eine eigene Nachhaltigkeits-Microsite hingegen bietet zum Beispiel die Möglichkeit des Dialogs und des Einsatzes von Videos, auch Fortschrittsberichte lassen sich unaufwendig integrieren. Dies sind Aspekte, die man in einem frühen Stadium berücksichtigen sollte.

Gibt es sinnvolle Berichtsmöglichkeiten „unterhalb“ des GRI-Standards?

Der UN Global Compact ist eine Möglichkeit. Es gibt auch Unternehmen, insbesondere kleinere oder mittelständische, die ohne Standard beginnen oder sich bei der Berichterstellung an der ISO 26000 orientieren. Neben umfassenden Berichten gibt es Berichtsformen, die auf spezifische Aspekte der Nachhaltigkeit fokussieren, wie zum Beispiel einen CDP-Report für die Klimastrategie.

Herzlichen Dank!

Inga Kober
Inga Kober

An jedem ersten Donnerstag im Monat bietet CSR NEWS ein Webinar zum Nachhaltigkeitsmanagement. In der CSR NEWS-Webinar-Reihe “Nachhaltigkeitsmanagement für Praktiker im Mittelstand” erwartet Sie im November:

Donnerstag, 07.11.13, 10.00 h – 10.45 h:
Auf dem Weg zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (mit Inga Kober)

Kunden, die Öffentlichkeit und möglicherweise demnächst auch die EU fordern eine Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen. Wie steige ich ein – und wie bereite ich einen Bericht langfristig vor? Ab wann lohnt sich der GRI-Standard und gibt es Alternativen? Was steht alles hinter einem Nachhaltigkeitsbericht?

>> Hier können Sie sich zu dem Webinar “Auf dem Weg zur Nachhaltigkeitsberichterstattung” anmelden.

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