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Grönland vergibt erstmals große Bergbaulizenz

Kopenhagen (afp) – Grönland hat erstmals eine umfangreiche Bergbaulizenz vergeben. Das britische Unternehmen London Mining erhielt die Erlaubnis, rund 150 Kilometer von der Hauptstadt Nuuk entfernt Eisenerz abzubauen, wie die Regierung und das Unternehmen am Donnerstag mitteilten. „Das ist ein historischer Moment für Grönland“, sagte Industrie- und Bergbauminister Jens-Erik Kirkegaard. Es handle sich um „das bislang größte kommerzielle Vorhaben“ in Grönland und werde auf Beschäftigung sowie Staatseinnahmen positive Auswirkungen haben.

In einem weiteren Schritt erlaubte das grönländische Parlament den Abbau von Uran in dem Land. Dies war seit dem Jahr 1988 verboten. Auch dies soll Grönland zu einem Wachstumsschub verhelfen. Bislang ist Grönland, das als autonomes Gebiet zu Dänemark gehört, vor allem auf Einnahmen aus dem Fischfang und Unterstützung aus Dänemark angewiesen. Für die Ausbeutung der Rohstoffe in Grönland hatte sich die sozialdemokratische Partei Siumut stark gemacht, womit sie die Wahlen im Frühjahr gewann.