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Stakeholder Management – Status Quo in Österreich

Basierend auf 16 qualitativen Interviews und einer umfassenden Literaturrecherche untersuchte Hauska & Partner, was Unternehmen in Österreich unter Stakeholder Management verstehen und wie sie es umsetzen. Aus den Ergebnissen entwickelte Hauska & Partner eine Typologie über verschiedene Zugänge zu Stakeholder Management.

Wien (csr-service) – Basierend auf 16 qualitativen Interviews und einer umfassenden Literaturrecherche untersuchte Hauska & Partner, was Unternehmen in Österreich unter Stakeholder Management verstehen und wie sie es umsetzen. Aus den Ergebnissen entwickelte Hauska & Partner eine Typologie über verschiedene Zugänge zu Stakeholder Management.

Ein Beitrag von Judith Kantor, Hauska & Partner

Die Typologie beruht auf den fünf Indikatoren Definition, Potenzial, Einbindung, Instrumente und Netzwerk. Anhand dieser lassen sich vier verschiedene Zugänge zu Stakeholder Management aufzeigen:

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Typologie: Zugänge zu Stakeholder Management (Hauska & Partner, 2013)

Die vier Typen im Detail

Reputation Enhancer integrieren ihre Stakeholder in Feedback-Mechanismen und verbessern kontinuierlich ihre Reputation. Sie informieren ihre Anspruchsgruppen laufend über Entwicklung und Entscheidungen der Organisation.

Project Implementer beziehen im Rahmen eines bestimmten Projekts relevante Stakeholder in Organisation und Entscheidungen mit ein. Für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts bilden sie mit ihnen ein Wertschöpfungsnetzwerk.

Strategy Aligner tauschen sich laufend mit ihren Stakeholdern aus und beziehen sie in Vorstufen von Entscheidungsprozessen und Strategieentwicklung ein. Sie nutzen deren Inputs als Trendbarometer und identifizieren frühzeitig wesentliche Themen.

Value Creator sehen ihre Stakeholder als „resource-owners“ und bilden mit ihnen ein Netzwerk. Dieses ermöglicht eine gemeinsame Wertschöpfung, organisationales Lernen oder die Mitgestaltung der Geschäftsfelder.

Diese Typologie ist als dynamisches Modell zu verstehen, das Unternehmen zeigt, wo sie gerade mit ihrem Stakeholder Management stehen. Außerdem bietet sie einen praxisnahen Rahmen, um das eigene Stakeholder Management weiterzuentwickeln.

Stakeholder Management als Schlüsselkompetenz

Zusammengefasst stehen Organisationen vor der Aufgabe, ihre Stakeholder in die Wertschöpfung einzubinden und sich auf diese Art einen Wettbewerbsvorteil zu schaffen. Stakeholder Management wird dabei zu einer Schlüsselkompetenz, da es alle Akteure/-innen unter dem Ziel der gemeinsamen Wertschöpfung vereint und koordiniert. Es fördert den laufenden Austausch zwischen Unternehmen und ihren Stakeholdern, sowie das gemeinsame Lernen und Weiterentwickeln. Organisationen können mit Stakeholder Management Ansprüche unterschiedlicher Gruppen ausbalancieren, aufkommende Trends frühzeitig erkennen und mögliche Konfliktsituationen vorwegnehmen.

Eine Executive Summary der Studie „Stakeholder Management – Status Quo in Österreich“ steht hier zum Download bereit.