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Top-Arbeitgeber bieten mehr als gute Jobs

Jüngst wurde Google zum weltweit besten Arbeitgeber gekürt – wieder einmal. Silke Masurat, Autorin des „Ethics in Business“-Blogs „Nach bestem Wissen und Gewissen“ fragt sich allerdings: Ist das wirklich gerechtfertigt? Denn Verantwortung gegenüber den eigenen Mitarbeitern ist nicht alles!

Überlingen (csr-service) – Jüngst wurde Google zum weltweit besten Arbeitgeber gekürt – wieder einmal. Silke Masurat, Autorin des „Ethics in Business„-Blogs „Nach bestem Wissen und Gewissen“ fragt sich allerdings: Ist das wirklich gerechtfertigt? Denn Verantwortung gegenüber den eigenen Mitarbeitern ist nicht alles!

Grundlage für die Auszeichnung – die übrigens nicht von compamedia kommt (Google ist auch schwerlich zum Mittelstand zu zählen) – war die Arbeitsplatzkultur der teilnehmenden Konzerne. Dazu zählen recht allgemein gehaltene Faktoren wie „Stolz“ (auf die persönliche Arbeit und die des Teams), „Glaubwürdigkeit“ (kompetente Führung und offene Kommunikation) oder „Teamgeist“ (Freundliche Arbeitsatmosphäre, Authentizität).

Um eines klar zu stellen: Völlig an den Haaren herbeigezogen ist die Auszeichnung sicher nicht. Ich kann mir durchaus vorstellen, auch in einem Unternehmen mit Fun- und Spielecken zu arbeiten und täglich kostenfrei verpflegt zu werden. Der Coolness-Faktor nicht zu vergessen! Ich glaube aber, dass mehr dazu gehört, sich mit einem Arbeitgeber identifizieren und gerne für ihn arbeiten zu können. Und in diesen Punkten sieht es bei Google schon etwas anders aus.

Beispielhaft genannt seien nur zwei „Skandale“ der jüngeren Vergangenheit, mit denen Google in die Schlagzeilen geraten ist: Einmal die Steuerspartricks des Unternehmens und zum anderen sein Verhalten in Punkto Urheberrecht gegenüber der französischen Regierung. In beiden Fällen offenbarte und offenbart der Internetgigant ein recht fragwürdiges Verständnis von ethischem und nachhaltigem Wirtschaften.

Wenn er sich damit mal nicht ins eigene Fleisch schneidet: Arbeitssuchende achten heute immer stärker darauf, dass ihr Arbeitgeber mit den eigenen Wertevorstellungen und den eigenen ethischen Prinzipien konform geht. (Übrigens: compamedia führt zur Zeit eine Umfrage durch um festzustellen, wie stark dieser Trend schon ausgeprägt ist. Machen Sie doch mit!)

Es stellt sich schon die Frage, welche Mitarbeiter Google mit seinen zuletzt genannten Aktionen wohl anzieht. Und: Ob es die tatsächlich haben will.