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CSR bei SMA Solar Technology: Energieeinsparung in den Köpfen der Mitarbeiter verankern

Auf dem Thema Energiemanagement liegt der Schwerpunkt des CSR-Engagements der Firma SMA Solar Technology. „Weil wir in diesem Bereich selbst auf der Produktebene tätig sind, möchten wir bei unserem eigenen Energiemanagement auch Vorreiter sein“, sagt Interview mit Günther Häckl, der für CSR verantwortliche Leiter Public Affairs des Unternehmens. Mit dem promovierten Sozialwissenschaftler sprach Frederikje Kuntze für CSR NEWS.

Niestetal (csr-news) – Auf dem Thema Energiemanagement liegt der Schwerpunkt des CSR-Engagements der Firma SMA Solar Technology. „Weil wir in diesem Bereich selbst auf der Produktebene tätig sind, möchten wir bei unserem eigenen Energiemanagement auch Vorreiter sein“, sagt Interview mit Günther Häckl, der für CSR verantwortliche Leiter Public Affairs des Unternehmens. Mit dem promovierten Sozialwissenschaftler sprach Frederikje Kuntze für CSR NEWS.

CSR NEWS: Herr Dr, Häckl, welche aktuellen Herausforderungen beschäftigen Sie bei SMA Solar Technology zum Thema CSR besonders?

Dr. Günther Häckl: Mit dem Thema Nachhaltigkeit setzen wir uns sehr intensiv auseinander. Dazu haben wir im ersten Schritt ein Leitbild entworfen und im zurückliegenden April unseren ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Nun stehen wir vor der Herausforderung, die Inhalte in den von uns definierten zehn Handlungsfeldern konkret in den Unternehmensalltag zu übertragen. Dazu führen wir Workshops mit den Mitarbeitern durch, die in den jeweiligen Bereichen relevant tätig sind. Wir wollen in diesen Handlungsfeldern konkretere Ziele und Maßnahmen identifizieren und umsetzen. Einen besonderen Schwerpunkt legen wir dabei auf das Thema Energiemanagement. Weil wir in diesem Bereich selbst auf der Produktebene tätig sind, möchten wir bei unserem eigenen Energiemanagement auch Vorreiter sein.

Zu Ihrer Person: Welches Grundstudium haben Sie absolviert und hatten Sie die Verantwortung für Nachhaltigkeitsthemen da bereits als Ziel im Blick?

Ich habe Elektriker gelernt, anschließend auf dem zweiten Bildungsweg Abitur gemacht und dann Sozialwissenschaften studiert. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Thema Nachhaltigkeit noch nicht den gesellschaftlichen Stellenwert, den es heute hat. Zum Thema Nachhaltigkeit bin ich in meiner beruflichen Laufbahn, später über Forschungsprojekte und eine Promotion zur regionalen Struktur- und Energiepolitik gekommen. Ich habe für längere Zeit ein regionales Energieberatungszentrum geleitet, bevor ich zu SMA gewechselt bin.

Wie sind Sie in Ihrer aktuellen Position strategisch im Unternehmen eingebunden?

Dadurch, dass ich seit elf Jahren im Unternehmen bin und verschiedene Führungspositionen inne hatte, besitze ich einen guten Überblick über nachhaltigkeitsrelevante Themen. Der Bereich Public Affairs ist organisatorisch direkt beim Vorstandssprecher angesiedelt. Wir betreuen übergreifend die Themen Nachhaltigkeit und CSR und sehen es als unsere Aufgabe, das Unternehmen diesbezüglich noch weiter voran zu bringen. Dabei arbeiten wir eng mit anderen Bereichen im Unternehmen zusammen, etwa mit dem Energie- und Umweltbeauftragten. Dieser ist organisatorisch nicht im Bereich Public Affairs angesiedelt, was unserer intensiven Zusammenarbeit aber keinen Abbruch tut. Wir sehen uns als Treiber für die Integration von Nachhaltigkeitsthemen in die Unternehmensstrategie und die Übersetzung in die Praxis. Bei unserer intensiven Beschäftigung mit Nachhaltigkeitsthemen haben wir auch festgestellt, dass wir in vielen Bereichen bereits ausgesprochen nachhaltig handeln, ohne dass wir dies explizit unter dieser Überschrift verbucht haben. Auf der anderen Seite gibt es natürlich Bereiche, in denen wir noch mehr tun können. An diesen Stellen wollen wir ansetzen und weiterarbeiten. Außerdem fördern wir CSR-Projekte in den Bereichen Kultur, Umwelt und Bildung, und dies sowohl vor Ort in der Region, aber auch zum Beispiel in Afrika.

Welchen Wunsch haben Sie an die Politik?

Mein spezieller Wunsch an die Politik betrifft das Thema Energiemanagement als wichtiger Bestandteil der Nachhaltigkeit in Unternehmen: Derzeit hat der Einsatz erneuerbarer Energien in Unternehmen noch nicht überall einen angemessen hohen Stellenwert. Wir selbst produzieren und nutzen sehr viel erneuerbaren Strom. Viele Unternehmen haben die Vorteile, die sich daraus für sie ergeben jedoch noch nicht erkannt. Hier könnte die Politik durch Information und Aufklärung helfen, damit mehr erneuerbare Energieanlagen direkt in Unternehmen genutzt werden.

Was sollte Ihrer Meinung nach bezüglich Nachhaltigkeit und CSR an Universitäten gelehrt und gelernt werden?

Sehr wichtig ist vor allem der Praxisbezug. Unternehmen sind darauf angewiesen, dass sie positive Erträge erwirtschaften, und trotzdem können sie vieles zu Nachhaltigkeit und CSR beitragen. Auf den klassischen Gebieten von Energie- und Umweltmanagement können Unternehmen zum Beispiel ihren Ressourcenverbrauch vermindern und so die eigenen Auswirkungen auf die Umwelt deutlich reduzieren. Wenn man diese Themen schon im Studium in den Vordergrund stellt, bekommt man einen besseren Zugang dazu. Außerdem kann man darüber die Überzeugung stärken, dass diese zukunftsorientierten Themen sowohl der Umwelt nützen als auch dem Unternehmen selbst. Dass man es darauf nicht allein reduzieren kann, ist offensichtlich, Nachhaltigkeit besitzt viele Verknüpfungspunkte zu anderen Themen.

Zuletzt ein Ausblick in die Zukunft: Was planen Sie für den Bereich Nachhaltigkeit und CSR?

Wir möchten mit den schon erwähnten Workshops einen Prozess ankurbeln, in dem sich das Unternehmen mit diesem Thema auseinandersetzt und die Felder erschließt, in denen noch Handlungsbedarf besteht. Ein sehr wichtiges Beispiel dafür ist bei uns die Verankerung von Energieeinsparungsmaßnahmen in den Köpfen der Mitarbeiter sowohl zu Hause als auch im Unternehmen. Insgesamt wollen wir möglichst viele Kollegen aktivieren, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit zu befassen, so dass wir von Nachhaltigkeitsbericht zu Nachhaltigkeitsbericht Fortschritte erreichen und darüber berichten können. Dazu ist auch die Entwicklung von Kennzahlen erforderlich, die uns Auskunft darüber geben, wie erfolgreich wir in der Umsetzung konkreter Nachhaltigkeitsthemen sind.

Vielen Dank für das Gespräch!

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