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Private Erreichbarkeit: Segen und Fluch

Dortmund (csr-news) – Jeder Zweite ist am Feierabend für dienstliche Anrufe und E-Mails erreichbar. Das erleben die Arbeitnehmer als Segen und Fluch zugleich, wie die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in einer Auswertung von 23 nationale und internationale Studien herausgefunden hat. Einerseits bewirke der Einzug der Arbeit ins Privatleben Stress und ein Nicht-Abschalten vom Job. So bedeute eine Rufbereitschaft ein Gesundheitsrisiko für die Beschäftigten, und möglicherweise stellten die unregulierten Formen arbeitsbezogener Erreichbarkeit ein ähnliches Risiko dar. Andererseits stärke das Gefühl, gebraucht zu werden, möglicherweise die Arbeitszufriedenheit. Und moderne Kommunikationsmittel trügen zu einer besseren Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf bei. Es gelte, die stark betroffenen Beschäftigtengruppen zu identifizieren und unter Beteiligung der Beschäftigten Interventionen zu entwickeln, die gesundheitliche Risiken einer arbeitsbezogenen Erreichbarkeit im Privatleben reduzieren.

Die Studie „Die Auswirkungen arbeitsbezogener erweiterter Erreichbarkeit auf Life-Domain-Balance und Gesundheit“ >> als PDF im Internet

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