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Deutsche Umwelthilfe fordert Gebühr auf Plastiktüten

Berlin (afp) – Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert eine Abgabe von 22 Cent auf jede verkaufte Plastiktüte. „Der Griff zur Plastiktüte ist immer noch viel zu bequem“, erklärte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch am Dienstag in Berlin. In Deutschland würden jährlich 5,3 Milliarden Tüten verbraucht. Die Bundesregierung müsse gegen diese Umweltverschmutzung und Ressourcenverschwendung vorgehen.

Resch verwies auf Erfolge mit einer solchen Abgabe in anderen Ländern. In Irland etwa sei der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Plastiktüten dadurch von 328 auf 16 gesenkt worden. Er erinnerte daran, dass die EU-Kommission kürzlich ein Gesetzesvorgabe zur Senkung des Tütenverbrauchs vorgestellt hatte und dabei unter anderem auch eine Gebühr ins Gespräch gebracht hatte. Die EU-Pläne zur Eindämmung des Plastiktütenkonsums werden auch vom Umweltbundesamt unterstützt.

Der Vorsitzende der Stiftung Naturschutz Berlin, Reinhard Darchow, forderte Iniatitiven von den Bundesländern. Solange die Bundesregierung untätig bleibe, sollten sie aktiv werden, erklärte er am Dienstag. Insbesondere Berlin könne eine „Vorbildfunktion“ einnehmen. Andere internationale Metropolen wie Los Angeles und Mexiko City setzten bereits auf verbindliche Regeln zur Tütenflut-Eindämmung.

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