Agenturmeldung Nachrichten

Fünf Gewerkschaftsführer in Bangladesch festgenommen

Dhaka (afp) – Nach den teils gewaltsamen Protesten der Textilarbeiter sind in Bangladesch fünf Gewerkschaftsführer festgenommen worden. Sie hätten an den Protesten gegen den neuen Mindestlohn teilgenommen, teilte die Polizei am Mittwoch in Dhaka mit. Bei den Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei waren am Montag zwei Menschen ums Leben gekommen.

Ministerpräsidentin Sheikh Hasina rief unterdessen die Textilarbeiter auf, in ihre Fabriken zurückzukehren. Sie könnten letztendlich „die größten Verlierer“ sein, wenn die Fabriken wegen der Proteste noch länger geschlossen blieben und die westlichen Unternehmen deshalb in anderen Ländern nähen ließen, sagte die Regierungschefin in einer Fernsehansprache.

Der Gesamtbetriebsrat des Modekonzerns H&M in Deutschland forderte derweil bessere Bedingungen für die Textilarbeiter in Billiglohnländern, wie das „Manager Magazin“ vorab aus seiner neuen Ausgabe berichtete. „Wir erwarten von einem der weltweit größten Bekleidungsunternehmen wie H&M die Übernahme von Verantwortung“, heiße es in einer E-Mail des Betriebsrats an die Geschäftsleitung in Deutschland. Das Unternehmen müsse sich für die Beschäftigten in den Zulieferfabriken „stark machen“.