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Initiative Save Food gewinnt hundertsten Partner aus der Wirtschaft

Düsseldorf (csr-news) > Mit Nestle hat die Initiative Save Food ihren hundertsten Partner aus der Wirtschaft für ihren Kampf gegen weltweite Nahrungsmittelverluste und -verschwendung gewinnen können. Damit arbeiten bereits hundert Industrieunternehmen, Verbände und Medien mit Save Food zusammen – eine breite Allianz, die weite Teile der Nahrungsmittelwertschöpfungskette abdeckt. Save Food hat sich 2011 gegründet und ist eine Kooperation der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen, FAO und der Messe Düsseldorf, der 2013 das Umweltprogramm der Vereinten Nationen, UNEP beigetreten ist. Rund ein Drittel aller Nahrungsmittel werden weltweit jedes Jahr weggeworfen, während gleichzeitig rund 842 Millionen Menschen an Hunger leiden. Diesen Missstand will die Initiative bekämpfen und bringt dazu Akteure aus Wirtschaft, Politik und Forschung an einen Tisch. Im Dialog sollen Lösungen entlang der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette erarbeitet werden. “Mit Blick auf das Ziel, bis zum Jahr 2050 etwa 9,6 Milliarden Menschen ernähren zu können, ist die Reduktion von Nahrungsmittelverlusten und -verschwendung ein wichtiger Schritt“, so Anne Roulin, Sustainability Manager bei Nestle. „Das komplexe Problem lässt sich nur durch einen ganzheitlichen und gemeinschaftlichen Ansatz lösen“. Die Gründe für Nahrungsmittelverluste und -verschwendung sind allerdings je nach Region auf der Welt sehr unterschiedlich. In den wenig entwickelten Ländern verderben jeden Tag bis zu vierzig Prozent der Nahrungsmittel, bevor sie den Konsumenten überhaupt erreichen. Dagegen findet in den westlichen Industrienationen wie Deutschland vorwiegend Lebensmittelverschwendung am Ende der Lebensmittelwertschöpfungskette, vor allem bei den Konsumenten, statt. Bis zu dreißig Prozent aller Nahrungsmittel werden hier ungenutzt entsorgt. Um ihr Ziel einer nachhaltigen Reduktion von Nahrungsmittelverlusten zu erreichen, setzt die Initiative auf vier aufeinander aufbauende Punkte:

  1. Grundlegend ist es, die nötige Aufmerksamkeit und damit auch ein Problembewusstsein zu schaffen.
  2. Die Einbindung der Industrie ermöglicht es, die Kräfte privater und öffentlicher Organisationen zu bündeln.
  3. Die Verbindung von Know-how, die dadurch entsteht, wird für die Entwicklung grundlegender Strategien und Programme genutzt.
  4. Auf deren Basis sollen konkrete Investmentprogramme aufgesetzt werden, die öffentliches wie privatwirtschaftliches Engagement fördern und erfordern.