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Ölförderung und Schiffsverkehr bedrohen Eisbären

Moskau (afp) – Die zunehmende Ölförderung in ihrem Lebensraum und der sich ausbreitende Schiffsverkehr sind Experten zufolge neue Bedrohungen für Eisbären. Auf einer internationalen Konferenz in Moskau beraten die fünf Arktis-Anrainerstaaten seit Mittwoch über einen besseren Schutz der Tiere. „Inzwischen gibt es neue Herausforderungen wie den zunehmenden Schiffsverkehr und zunehmende Öl- und Gasförderung“, sagte die kanadische Umweltministerin Leona Aglukkaq zum Auftakt.

In Russland, den USA, Kanada, Grönland und Norwegen leben Schätzungen zufolge derzeit noch bis zu 25.000 Eisbären, der Großteil von ihnen mit rund 16.000 in Kanada. Zum Konferenzauftakt forderte die Naturschutzorganisation WWF als Mitorganisatorin einen grenzüberschreitenden Aktionsplan zum Schutz der Tiere und ihres Lebensraums. „Der Eisbär braucht unsere Hilfe, und er braucht sie jetzt, denn den Tieren schmilzt buchstäblich der Boden unter den Füßen weg“, erklärte die Organisation.