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Deutsche Bank will auf Geschäft mit Agrarrohstoffen verzichten

Frankfurt am Main (csr-news) > Die Deutsche Bank richtet ihr Rohstoffgeschäft neu aus und will dessen Umfang deutlich reduzieren. Wie das Finanzinstitut gestern mitteilte, will man sich zukünftig auf Finanzderivate und Edelmetalle konzentrieren. Mit dieser Entscheidung zieht sich die Bank aus dem Handel mit Energie, Agrarprodukten, Grundmetallen und Trockenmassengut zurück, heißt es in der Mitteilung. Eine eigens gegründete Rohstoff-Gruppe soll diese Geschäfte langsam zurückführen. Colin Fan, Co-Head von Corporate Banking & Securities bei der Deutschen Bank, sagte: „Im Rahmen unserer Strategie 2015+ überprüfen wir aktiv unser Geschäftsportfolio. Mit der Entscheidung, unser Rohstoffgeschäft neu auszurichten, verfolgen wir das Ziel, unser Kapital besser zu nutzen, die Komplexität unseres Geschäftsbetriebs zu verringern und auf branchenweite aufsichtsrechtliche Veränderungen zu reagieren“. Als Paradigmenwechsel und wichtiges Signal für andere Banken bezeichnete die Entwicklungsorganisation Oxfam den Schritt, bleibt aber dennoch misstrauisch. „Wenn die Deutsche Bank es dieses Mal erst meint, ist dieser Schritt zu begrüßen. Wir sind jedoch erst einmal skeptisch, ob es sich nicht um ein weiteres hohles PR-Manöver handelt“, kommentiert David Hachfeld, Experte für Wirtschaft und Globalisierung bei Oxfam Deutschland.

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