Nachrichten

Mindestlohn in Frankreich dürfte 2014 auf 9,53 Euro ansteigen

Paris (afp) – Der Mindestlohn in Frankreich steigt zum Anfang kommenden Jahres voraussichtlich um zehn Cent auf 9,53 Euro pro Stunde an. Ein solches Plus von 1,1 Prozent entspreche der automatischen Anpassung an die allgemeine Preisentwicklung, sagte Arbeitsminister Michel Sapin am Freitag. Der Mindestlohn wird in Frankreich jeweils zum 1. Januar in Abhängigkeit von der Inflation angepasst. Dazu gibt es eine feste Rechenregel, die Regierung könnte die Lohnuntergrenze indes auch darüber hinaus anheben.

Sapin deutete aber an, dass dies wohl nicht passieren werde. Angesichts einer „Inflation von 0,6 Prozent“ bedeute der automatische Anstieg bereits einen „Zuwachs an Kaufkraft“. Eine Expertengruppe zum Mindestlohn empfiehlt, es bei der automatischen Anpassung zu belassen, weil sonst Jobs verloren gehen und die Wettbewerbsfähigkeit französischer Unternehmen geschädigt werden könnten. Zudem sei der Mindestlohn in Frankreich bereits deutlich höher als in anderen Industriestaaten.

Die Gewerkschaften fordern hingegen einen stärkeren Anstieg des Mindestlohns, um die Kaufkraft der Franzosen zu stärken. Die Regierung will am Montag mitteilen, ob sie es bei der automatischen Anpassung belässt. In Deutschland wollen Union und SPD einen flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde einführen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar