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Singapur will südasiatische Arbeitsmigranten ausweisen

Singapur (afp) – Nach schweren Unruhen Anfang Dezember will Singapur dutzende beteiligte Arbeitsmigranten aus Südasien ausweisen. Es sollten 52 Arbeiter aus Indien sowie einer aus Bangladesch ausgewiesen werden, teilte die Polizei des südostasiatischen Stadtstaats am Dienstag mit. 28 weitere würden wegen der Beteiligung an den Ausschreitungen angeklagt, ihnen drohten bis zu sieben Jahren Haft. 20 weitere Ausländer, deren Rolle bei den Unruhen als eher passiv eingeschätzt werde, würden eine formelle Ermahnung erhalten.

Die Unruhen am 8. Dezember waren durch den Tod eines Inders bei einem Verkehrsunfall ausgelöst worden. Bei den Zusammenstößen im Viertel Little India waren 39 Menschen verletzt worden, darunter mehrere Polizisten, 25 Fahrzeuge wurden zerstört. „Wir haben stark und entschlossen gehandelt, um jene, die an den Unruhen teilgenommen waren, anzuklagen und auszuweisen, um ein starkes Signal zu schicken, dass wir keine Taten zulassen, die Recht und Ordnung gefährden“, sagte Innenminister Teo Chee Hean.

Singapur ist dafür bekannt, die Gesetze mit großer Härte und Konsequenz durchzusetzen. Die Ausschreitungen waren die ersten Unruhen in dem autoritär regierten Stadtstaat seit vier Jahrzehnten. Sie warfen ein Schlaglicht auf die Situation der rund eine Million schlecht bezahlter Arbeitsmigranten, die die Wirtschaft in Singapur tragen.

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