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31.000 junge Arbeitslose machen Ausbildung

Berlin (afp) – Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat eine positive Bilanz ihrer Initiative gezogen, jungen Arbeitslosen ohne Berufsabschluss zu einer Ausbildung zu verhelfen. Im Jahr 2013 hätten 31.000 junge Arbeitslose eine Ausbildung begonnen, sagte der zuständige BA-Vorstand Heinrich Alt am Mittwoch „Welt Online“. Für die Initiative „Spätstart“ investierten die Jobcenter nach seinen Angaben 500 Millionen Euro.

Junge Erwachsene ohne Berufsabschluss kämpften „mit großen Hürden im Arbeitsleben“, sagte Alt der Zeitung. Jeder von ihnen habe noch 30 bis 40 Jahre bis zur Rente und verdiene eine zweite Chance. Den Angaben zufolge lassen sich 14 Prozent der Spätstarter zu Altenpflegern ausbilden, 13 Prozent wollen Bürofachkraft werden. Für eine Ausbildung in den Bereichen Lager und Logistik sowie Maschinen- und Fahrzeugtechnik entschieden sich jeweils zwölf Prozent. Sechs Prozent gingen in den Bereich Metallbearbeitung.

Alt sprach sich in dem Interview dafür aus, den Spätstartern zusätzliche finanzielle Anreize für die Weiterbildung zu gewähren. Der BA-Vorstand nannte in dem Zusammenhang eine Größenordnung von 150 Euro im Monat. Es dürfe nicht zu der Schieflage kommen, dass ein Ein-Euro-Job lukrativer sei als eine Ausbildung.

Hierzulande haben 1,5 Millionen junge Menschen zwischen 25 und 35 Jahren keinen Beruf erlernt. Die Hälfte von ihnen ist arbeitslos. Eingestellt werden diese Arbeitskräfte häufig nur befristet als Hilfskräfte oder Minijobber – danach landen sie wieder im Jobcenter. „Diesen Drehtüreffekt wollten wir entgegenarbeiten und für stabile Erwerbsbiografien sorgen“, sagte Alt der „Welt Online“.