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BDA-Präsident fordert Willkommenskultur für Zuwanderer

Berlin (afp) – In der Debatte um angebliche Armutszuwanderung aus den EU-Staaten Rumänien und Bulgarien hat Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer eine Willkommenskultur für Zuwanderer angemahnt. „Wir brauchen einen Kulturwandel in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, damit sich dringend benötigte Fachkräfte für ein Leben und Arbeiten in Deutschland entscheiden und Zuwanderer wirklich willkommen fühlen“, sagte der neue Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) dem Düsseldorfer „Handelsblatt“ vom Donnerstag. Hier bestehe trotz einiger Erfolge weiter Handlungsbedarf.

Kramer forderte weiter eine gezielte Einwanderungspolitik in Deutschland. „Gezielte Zuwanderung führt zu mehr wirtschaftlicher Dynamik und damit zu mehr Beschäftigungsmöglichkeiten und Wohlstand für alle“, betonte der BDA-Präsident. Mit Blick auf die demografische Entwicklung sei es für den Wohlstand Deutschlands entscheidend, ausreichend qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und auch in Deutschland zu halten.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) wies darauf hin, dass jeder zweite Neuzuwanderer aus Bulgarien und Rumänien über eine gute Qualifikation verfügt. „Sowohl die Arbeitslosenquote als auch die Zahl der Kindergeldempfänger unter den Bulgaren und Rumänen liegt unter dem deutschen Bevölkerungsdurchschnitt“, sagte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt der „Rheinischen Post“ vom Donnerstag. Ein Teil der Zuwanderer sei in Mangelberufen tätig, zum Beispiel als Krankenschwestern oder als IT-Experte. Dagegen sehe er „nur punktuell Anzeichen für eine Armutszuwanderung.

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