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CSRtoday am Dienstag

… mit den Themen: Internationale Zusammenarbeit, EcoDesign, verdeckte PR, Funktionstextilien mit PFOA-freien Rohmaterialien und Grundsätzen für Umweltanleihen.

 

Internationale Zusammenarbeit

  • Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und die KfW Bankengruppe wollen mittelständische Unternehmen künftig noch gezielter bei ihrem Engagement in Entwicklungs- und Schwellenländern unterstützen. Hierzu wurde heute in Berlin eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel ist es, die Auslandsaktivitäten des deutschen Mittelstandes in Schwellen- und Entwicklungsländern noch besser zu unterstützen. Dazu sind eine verstärkte Zusammenarbeit der Regionalbüros beider Organisationen, die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe sowie gemeinsame internationale Projekte in der Öffentlichkeitsarbeit vereinbart. Vorgesehen ist aber auch die Ausweitung von gegenseitigen Schulungsangeboten für Mitarbeiter der beiden Kooperationspartner. Neben der verbesserten Begleitung des deutschen Mittelstandes in Schwellen- und Entwicklungsländer zielt die Vereinbarung aber auch darauf ab, die durch deutsche Investitionen angestoßenen positiven entwicklungspolitischen Wirkungen in diesen Ländern zu verstärken.

Bundespreis EcoDesign

  • Am 13. Januar 2014 startete die Bewerbungsphase für den Bundespreis Ecodesign. Unter dem Motto “Grüne Innovation kommt weiter” loben das Bundesumweltministerium (BMUB) und das Umweltbundesamt (UBA) den Wettbewerb zum dritten Mal aus. Gesucht werden Produkte, Dienstleistungen und Konzepte, die durch ihre ökologische und gestalterische Qualität überzeugen und einen umweltbewussten Konsum fördern. Unternehmen aller Branchen und Größen, Designerinnen und Designer sowie Studierende können sich bis zum 14. April 2014 online bewerben. Der Bundespreis Ecodesign wird in den vier Kategorien Produkt, Konzept, Service und Nachwuchs vergeben.

Verdeckte PR in Wikipedia

  • Der Einfluss von Wikipedia auf die Meinungsbildung der Öffentlichkeit wächst stetig. Im seltsamen Kontrast zu dem ungebrochenen Siegeszug von Wikipedia als Informations-, Orientierungs- und Deutungsquelle steht die interne Struktur von Wikipedia, die es bisher nicht vermag, „PR in Wikipedia effektiv zu verhindern und Manipulationen in Wikipedia wirksam zu unterbinden“. Das ist ein Fazit der neuen OBS-Studie über „Verdeckte PR in Wikipedia“. „Je länger ich mich mit dem Thema Wikipedia beschäftigt habe, desto mehr habe ich den Eindruck gewonnen, dass PR in Wikipedia weit verbreitet ist. Es gibt einen regelrechten Markt darum“, sagt der Autor der Studie, Marvin Oppong. Der Journalist und Dozent hat konkrete Einzelfälle recherchiert und zeigt, wie Unternehmen, Politiker und andere Akteure auf das elektronische Weltwissen Einfluss ausüben. Die „Fallstudien“, etwa zu Daimler, RWE und den Steyler Missionaren, erklären leicht nachvollziehbar und transparent, wie Wikipedia in der Praxis funktioniert und wie PR-Leute die Enzyklopädie für ihre Zwecke missbrauchen. Auch auf „Merkwürdigkeiten“ bei Änderungen des Wikipedia-Artikels zu Christian Lindner (FDP) wird eingegangen.

Funktionstextilien mit PFOA-freien Rohmaterialien

  • GORE hat Ende 2013 sein Projekt abgeschlossen, Perfluoroctansäure (PFOA) aus allen Rohmaterialien für die Herstellung von wetterfesten Funktionstextilien zu eliminieren. Darunter fallen Membrane oder DWR (Durable Water Repellency) für die komplette Palette an Anwendungen wie etwa in den Bereichen Bergsport, Laufen, Radfahren, Fashion & Lifestyle, Outdoor- und Freizeitschuhe bis hin zur Arbeitsbekleidung bei Feuerwehr oder Polizei. GORE ist damit eines der ersten Unternehmen der Branche, das die Umstellung auf PFOA-freie Rohmaterialien konsequent für alle textilen Produktbereiche umgesetzt hat. PFOA wurde in Rohmaterialien in vielen Industrien wie etwa Teppich, Automobil, Nahrungsmittelverpackung oder Outdoor nachgewiesen. PFOA wurde kürzlich auf die Liste der „besonders besorgniserregenden Substanzen“ der Europäischen Chemikalienverordnung REACH aufgenommen und an einer Regulierung wird gearbeitet. Bernhard Kiehl, Leiter des GORE Fabrics Division Sustainability Teams: „Seit fast 30 Jahren verfolgt GORE aktiven Umweltschutz. Die jahrelange Beschäftigung mit Ökobilanzen hat uns gezeigt, dass eine lange Lebensdauer entscheidende Umweltvorteile hat. Dauerhafte Performance ist Voraussetzung für eine lange Lebensdauer von funktionalen Jacken und Schuhen. Daher war es für uns ein zentrales Anliegen, PFOA aus unseren Rohmaterialien zu eliminieren, ohne dabei auf die bewährte Performance unserer Produkte zu verzichten“.

Grundsätze für Umweltanleihen

  • Die Non-Profit-Organisation Ceres hat am Montag mit Unterstützung zahlreicher Investmentbanken die „Green Bond Principles“ veröffentlicht. Diese Grundsätze wurden gemeinsam von Emittenten, Investoren und Umweltverbänden entwickelt und sollen helfen den Markt für Umweltanleihen übersichtlicher und transparenter zu gestalten.

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