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CSRtoday am Freitag

… mit den Themen: Stopp von Subventionen für Agrarexporte, Chemiefreie Reinigung, Nachhaltigkeitszertifikat für Piepenbrock, Nachhaltiger Warenkorb als App, Debatte um den Windkraftfinanzier Prokon, steigender Energieverbrauch und ein Kompetenzmarathon für den guten Zweck.

 

Stopp von Subventionen für Agrarexporte

  • EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolos hat auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin dafür plädiert, Ausfuhrerstattungen für Agrarexporte nach Afrika vollständig abzuschaffen. “Seit dem 1. Januar sind die EU-Rechtsvorschriften völlig eindeutig: Ausfuhrerstattungen fallen als Instrument zur systematischen Unterstützung eines Wirtschaftssektors weg. Ich möchte Ihnen heute Abend sagen, dass Europa bereit ist, im Rahmen der Partnerschaftsabkommen mit afrikanischen Ländern noch einen Schritt weiter zu gehen. Ich bin bereit, ein für alle Mal auf die Erstattung für Ausfuhren in diese Entwicklungsländer vollständig zu verzichten – selbst in Krisenzeiten, wenn dieses Instrument noch angewendet werden könnte”, sagte Ciolos bei seiner Rede auf der Eröffnungsfeier der weltgrößten Agrarmesse. “Diese Entscheidung wird unsere Agrarpolitik und unsere Entwicklungspolitik vollständig miteinander in Einklang bringen.” Ciolos unterstrich bei seiner Rede, dass die EU mit der im vergangenen Jahr beschlossenen Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) entscheidende Impulse für die weitere Modernisierung der europäischen Landwirtschaft gegeben habe. “Diese Reform spiegelt eine Wahl wider, die schon getroffen war – nämlich Landwirte zu ermutigen, das zu produzieren, was die Verbraucher möchten und nicht das, was öffentliche Behörden entscheiden”, sagte Ciolos. Neben der Produktion von gesunden, sicheren, qualitativ hochwertigen und bezahlbaren Lebensmitteln erfüllten die Landwirte auch wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgaben wie den Umweltschutz und den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen. Durch das “Greening”, oder die Ökologisierung, fördere die neue Agrarpolitik EU-weit nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken.

Chemiefreie Reinigung

  • Das Hannover Congress Centrum (HCC) hat nach mehrmonatiger Probe- und Einführungsphase entschieden, mit Beginn des Jahres 2014 ein neues 100%ig chemiefreies Reinigungssystem im HCC einzuführen. Hinter der Marke „Lotus PRO“ verbirgt sich hierbei eine Lösung, die ausschließlich normales Leitungswasser und Aktivsauerstoff (Ozon = O3) verwendet. Dieses neuartige 100%ige Naturprodukt, das völlig ohne Zusatzstoffe auskommt, wird zukünftig bei einer Vielzahl von Reinigungsthemen zum Einsatz kommen. So z.B. bei allen Oberflächen aus Glas, Keramik, Beton, Holz oder textilen Materialien. Auch in großflächiger Nutzung ist es aufgrund der Möglichkeit, sowohl mit manuellen als auch mit maschinellen Reinigungsequipment arbeiten zu können, komplett einsatzfähig. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass aufgrund der Materialkonsistenz zukünftig Putzstreifen und Filmbildungen weitgehend unterbleiben. „Dies ist ein weiterer Schritt, Nachhaltigkeit in allen Bereichen weiter zu entwickeln, zu perfektionieren und zu vervollständigen“, so HCC-Direktor Joachim König. Der Leiter des Gebäude-Managements und Beauftragter für Nachhaltigkeit, Lutz Wohlers ergänzt: „Besonders wird in diesem Zusammenhang klar, dass Nachhaltigkeit ebenfalls ein permanenter Verbesserungs- und Lernprozess ist, der mit innovativen Entwicklungen immer neue Chancen und Herausforderungen bietet, denen man sich stellen muss“.

Nachhaltigkeitszertifikat für Piepenbrock

  • Piepenbrock handelt nachhaltig. Dafür steht das Siegel „gesicherte Nachhaltigkeit“, das vom Familienunternehmen ab sofort offiziell genutzt werden darf. Das „Deutsche private Institut für Nachhaltigkeit und Ökonomie“ hatte das Nachhaltigkeitsmanagement der Unternehmensgruppe 2013 geprüft. Den Anfang machte dabei ein auf die Branche zugeschnittener Fragebogen. Die Antworten vermittelten einen Eindruck davon, welche Schwerpunkte Piepenbrock beim Thema Nachhaltigkeit legt. Um sich für das nachfolgende Audit zu qualifizieren, musste das Unternehmen ein Resultat von mindestens 67 Prozent erreichen. „Piepenbrock erzielte einen Wert von 82 Prozent – ein sehr gutes Ergebnis“, sagte Institutsleiter Stefan Dissel, der die Zertifizierung betreute. Anschließend wurden die individuellen Nachhaltigkeitskompetenzen des Unternehmens beleuchtet. „Wir haben schnell gesehen, dass Piepenbrock in der gesamten Thematik Nachhaltigkeit schon weit fortgeschritten ist, was sich zum Beispiel am Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens zeigte“, erläuterte Dissel. Die einzelnen Themenbereiche wurden in einem Vor-Ort-Audit geprüft und dokumentiert. Anschließend führte das Institut die Ergebnisse zusammen und sprach Handlungsempfehlungen aus. Die Zertifizierung bildet den Auftakt für eine langfristige Zusammenarbeit. Ergänzungen, Erweiterungen und Veränderungen werden jedes Jahr aktualisiert und fortlaufend in den Prüfbericht eingepflegt. Darauf basierend erfolgt ein regelmäßiges Update von Zertifikat und Prüfsiegel.

Nachhaltiger Warenkorb als App

  • Was genau ist eigentlich nachhaltiger Konsum und wie trifft man die richtige Kaufentscheidung? Der Nachhaltige Warenkorb gibt Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um das Thema bewusst einkaufen, von den täglichen Besorgungen bis hin zu seltenen, großen Anschaffungen. Ab sofort gibt es den Warenkorb auch als App. Damit können, von unterwegs oder von zu Hause aus, schnell und einfach Tipps und Informationen zu Lebensmitteln, Textilien, Kosmetik, Spielzeug, elektronischen Geräten, Mobilität, Reinigung, Reisen, Wohnen und nachhaltigen Geldanlagen abgerufen werden. Dabei werden die einzelnen Produkte sowohl auf ihre Umwelt- als auch auf Sozialverträglichkeit bewertet. Die App steht für Android-Endgeräte und in Kürze auch für iOS-Betriebssysteme, Windows Phone 8, Blackberry 10 OS und Firefox OS zur Verfügung.

Debatte um den Windkraftfinanzier Prokon

  • Vor dem Hintergrund der drohenden Insolvenz des Windkraftspezialisten Prokon warnt das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) vor einer Debatte, die nachhaltige Investments und Finanzierer der Energiewende pauschal in eine unseriöse Ecke drängt. „Auch bei nachhaltigen Investments ist eine kritische Prüfung des jeweiligen Produkts zwingend notwendig“, sagt der FNG-Vorstandsvorsitzende Volker Weber am 15. Januar in Berlin. „Das FNG bietet Verbrauchern unterstützend Transparenz-Instrumente als Entscheidungshilfen an und arbeitet darüber hinaus an einem Qualitätssiegel für Nachhaltige Geldanlagen.“ Mit Blick auf den speziellen Fall des Windkraftfinanzierers Prokon unterstreicht der FNG-Vorstandsvorsitzende, dass – nach den Medienberichten zu urteilen – ein Zusammenhang der drohenden Insolvenz mit dem Thema Nachhaltigkeit nicht erkennbar ist. Es zeichne sich vielmehr ab, dass Management-Fehler zur jetzigen schwierigen Situation für die Anleger und das Unternehmen geführt haben, welche zudem durch unzureichende Transparenz befördert wurden. Das FNG ist der Fachverband für nachhaltige Investments in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Anbieter nachhaltiger Anlageprodukte machen einen Großteil der FNG-Mitglieder aus. Jedes Mitglied wird vor Aufnahme in den Verband vom Vorstand geprüft. Prokon war und ist kein FNG-Mitglied.

Weiter steigender Energieverbrauch

  • Bis zum Jahr 2035 wird der weltweite Energieverbrauch um rund 41 Prozent zunehmen, so prognostiziert es der Ölkonzern BP in seinem aktuellen Energy Outlook. Hier geht es zum Download.

Kompetenzmarathon für den guten Zweck

  • Die Nachtschicht, ein neues ergebnisorientiertes Unterstützungsformat für gemeinnützige Organisationen, steht in den Startlöchern. Im März stellen fünf Teams à fünf Experten aus unterschiedlichen Kreativ- und Beratungsfirmen ihr Fachwissen kostenfrei zur Verfügung, um konkrete Aufgaben gemeinnütziger Organisationen zu lösen. Bis zum 20. Januar 2014 können sich interessierte Organisationen für das pro bono-Angebot bewerben. Das Ergebnis – z.B. ein schlüssiges PR-Konzept, ansprechend gestaltete Schulungsmaterialien, eine gute Website oder eine passende IT-Lösung – kann nach der Nachtschicht gleich mitgenommen und eingesetzt werden. Mehr Infos.