Nachrichten Partnermeldungen

MDH, DHL Express und Sirona engagieren sich für die zahnmedizinische Versorgung in Ruanda

DHL und Sirona unterstützen ein von der MDH AG initiiertes Hilfsprojekt mit dem Transport von Behandlungsstühlen sowie deren Installation und Wartung. Der Transport von vier Sirona C8+ Behandlungsstühlen nach Ruanda ist Teil eines nachhaltigen Hilfsprojekts zur Verbesserung der Zahngesundheit in Ruanda, das von der MDH AG, Mülheim an der Ruhr, und Mamisch Hilft e.V. initiiert wurde.

Mülheim an der Ruhr (csr-partner) – DHL und Sirona unterstützen ein von der MDH AG initiiertes Hilfsprojekt mit dem Transport von Behandlungsstühlen sowie deren Installation und Wartung. Dr. med. Charles Mamisch, Aufsichtsratsvorsitzender MDH AG und 1. Vorsitzender Mamisch Hilft e.V., David Holzwarth, Vorstand Personal & CSR MDH AG, Wolfgang P. Albeck, CEO DHL Express Deutschland, Zahi Janho, Sirona Area Manager Afrika, Dr. Richard Auernheimer, Präsident des Partnerschaftsvereins Rheinland-Pfalz – Ruanda sowie die Zahnärzte Dr. Franz-Josef Ratter und Dr. Jürgen Raven gaben Mitte Januar für den guten Zweck den Startschuss für den Transport von vier Sirona C8+ Behandlungsstühlen nach Ruanda. Diese sind Teil eines nachhaltigen Hilfsprojekts zur Verbesserung der Zahngesundheit in Ruanda, das von der MDH AG, Mülheim an der Ruhr, und Mamisch Hilft e.V. initiiert wurde.

 

Aktuelle Lage der Zahngesundheit in Ruanda

„Die Zahngesundheit der Menschen in Ruanda ist stark verbesserungswürdig. Zahnerkrankungen sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern sind weit verbreitet“, beschreibt Dr. Charles Mamisch die Situation im Land. „Um hier Hilfe anzubieten, werden wir voraussichtlich im April 2014 in Nyanza eine Zahnklinik eröffnen und uns für die Aus- und Fortbildung von zahnmedizinischem Personal einsetzen. Als Marktführer für Qualitätszahnersatz aus dem Ausland wollen wir damit unser Wissen dort weitergeben, wo es gebraucht wird.“

Dr. Franz-Josef Ratter ergänzt weiter: „Viele Menschen putzen sich dort die Zähne noch mit Wurzeln. Zahnerkrankungen sowohl bei Erwachsenen als auch Kindern sind weit verbreitet.“ Insbesondere Zahnverfall, Karies, Parodontose und Zahnfleischerkrankungen zeichnen die meisten Krankheitsfälle, gefolgt von Weisheitszähnen, Kandidose, Abszesse und Gaumenspalte. Laut des Kigali Health Institute (KHI), versorgen nur etwa 12 ruandische Zahnärzte eine Bevölkerung von über 11 Millionen Menschen.

 

Gemeinsam für die gute Sache

Damit in Ruanda großflächig zahnmedizinische Behandlungen vorgenommen werden können, kooperiert die MDH AG mit weiteren Institutionen vor Ort und in Deutschland. So engagiert sich die Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz zusammen mit dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie sowie dem Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz – Ruanda unter der Schirmherrschaft der Zahnärzte Dr. Franz-Josef Ratter und Dr. Jürgen Raven ebenso für eine bessere zahnmedizinische Versorgung in Ruanda.

Die Behandlungsstühle, die in den Universitätskliniken in Butare und Kigali und in der neuen Zahnklinik in Nyanza zum Einsatz kommen, wurden von der MDH AG sowie der Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz und dem Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz – Ruanda bei Sirona zu reduzierten Konditionen erworben. „Für uns steht der Know-how Transfer nach Ruanda sowie die Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, die Schulung und Ausbildung der afrikanischen Service-Techniker und die anschließende Installation und Wartung der Einheiten zu übernehmen. Die Techniker werden aus Ruanda direkt zu uns nach Bensheim, an den größten Dentalproduktionsstandort, kommen und sich ausbilden lassen“, erklärt Zahi Janho, Sirona Area Manager in Afrika.

Den Transport der Stühle nach Ruanda übernimmt DHL kostenlos. „Wir freuen uns, dieses nachhaltige Hilfsprojekt zusammen mit unseren Kunden MDH und Sirona realisieren zu können“, begrüßt Wolfgang P. Albeck das gemeinsame soziale Engagement. „Nicht nur, weil wir mit unserem internationalen Luftfrachtnetzwerk und dem lokalen Know-how vor Ort bestens für derartige Aufträge aufgestellt sind. Vielmehr ist die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie.“

 

Das Hilfsprojekt in drei Stufen

Ziel des Engagements der Partner ist es, eine nachhaltige Verbesserung der zahngesundheitlichen Versorgung in Ruanda – insbesondere in den ländlichen Regionen – zu erreichen. Daher eröffnet die MDH AG eine Zahnklinik in Nyanza und setzt sich für die Aus- und Fortbildung von zahnmedizinischem Personal ein. Das Hilfsprojekt gliedert sich in drei Stufen. Zunächst wird die entsprechende Infrastruktur aufgebaut. Die Lieferung der Behandlungsstühle und des notwendigen Materials ist der erste Schritt, gefolgt von Kurzeinsätzen deutscher Zahnärzte in Ruanda. Die MDH AG plant deutsche Zahnärzte für 2-4 Wochen nach Ruanda zu schicken, um dort  ihr Wissen und Know-how an ruandische Fachkräfte und Studenten weiterzugeben. Dabei sollen die Zahnärzte Behandlungen vornehmen sowie Präventionsmaßnahmen und praktische Schulungen durchführen. Interessierte Zahnärzte können sich gerne an die MDH AG wenden.

In einem weiteren Schritt soll die Ausbildung im zahnmedizinischen Bereich verbessert werden, indem zahnmedizinische Stipendien vergeben werden. Ferner erhalten die Stipendiaten einen deutschen Zahnarztmentor, bei dem sie bestenfalls  auch ein Praktikum in Deutschland machen werden.

Die dritte Stufe des Hilfsprojektes umfasst die Entwicklung von Zahntechnik in Ruanda. Bisher gibt es im Land keine Zahntechnik und damit auch keinen Zahnersatz. Dieser Bereich soll dort entwickelt werden. Dafür soll ein funktionsfähiges Labor in der Universitätsklinik in der Hauptstadt Kigali ausgestattet werden. Darüber hinaus werden ruandische Dental Therapists Studenten im Rahmen eines zahntechnischen Stipendiums nach China ins Labor der MDH AG zur Fortbildung entsandt.

 

Die Basis des Projekts

Die MDH AG sowie Mamisch Hilft e.V. engagieren sich bereits seit mehreren Jahren in Ruanda. Bisher wurde ein Kindergarten sowie ein sozio-ökologisches Projekt „Hilfe zur Selbsthilfe“ unterstützt. Durch diese Arbeit vor Ort zeigte sich die schlechte zahngesundheitliche Versorgung in Ruanda. Gerade in diesem Bereich hat die MDH AG ihre Expertise und möchte dieses Wissen weitergeben. Daher starteten bereits im Februar 2012 die Planungen für eine nachhaltige Unterstützung.

Nach einer Vielzahl von Gesprächen, wurden die Ideen konkret. Am 11. Mai 2013 fand die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding bei der MDH AG in Mülheim an der Ruhr statt. Mit dabei waren Christine Nkulikiyinka (Botschafterin von Ruanda), Abdallah Murenzi (Bürgermeister der Stadt Nyanza), Dr. Richard Auernheimer (Präsident des Vereins Partnerschaft Rheinland-Pfalz-Ruanda e.V.), Dr. Charles Mamisch (Aufsichtsratsvorsitzender MDH AG sowie 1. Vorsitzender Mamisch Hilft e.V.), John Mamisch (2. Vorsitzender Mamisch Hilft e.V. sowie Tarek Mamisch (Gründer der MDH AG und Schatzmeister Mamisch Hilft e.V.) und David Holzwarth (Vorstand Personal & CSR MDH AG).

Im Juli 2013 wurde dieses Memorandum of Unterstanding vor Ort in Ruanda ebenfalls von Vertretern der ruandischen Regierung unterzeichnet. Anita Asiimwe, MD, MPH (Minister of State in Charge of Public Health and primary healthcare) sowie Mathias Harebamungu, PhD (Minister of State in Charge of Primary and Secondary Education) unterstützen als Minister für Gesundheit und Bildung in Ruanda die zahngesundheitliche Versorgung und das Engagement der MDH AG und Mamisch Hilft e.V.

Die MDH AG ist Marktführer für Qualitätszahnersatz aus dem Ausland. Weitere Informationen unter www.zahnersatzsparen.de

Kommentar

  • Bravo.Das beschriebene Projekt scheint mir eine Erfolgsgeschichte zu sein, weil sie nicht nur theoretisch Hilfe zur Selbsthilfe zeigt. Jede Aktion, die der bedürftigen Bevölkerung in Entwicklungsländern wie in diesem Falle direkt zugute kommt, ist empfehlenswert.Zudem stimmen in Ruanda die Rahmenbedingungen. Die Führung des Landes hat verstanden wie stark der Wohlstand und Lebensqualität eines Landes von der Bildung und Gesundheit abhängt.Volker Seitz, Botschafter a.D. und Autor „Afrika wird armregiert“

Hinterlassen Sie einen Kommentar