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Agrarministergipfel gegen Hunger und Mangelernährung weltweit

Zum Abschluss des Berliner Agrarministergipfels im Rahmen der Internationalen Grünen Woche haben die Teilnehmer Hunger und Mangelernährung weltweit den Kampf angesagt. Angesichts von Klimawandel und begrenzten Ressourcen müsse die Landwirtschaft widerstandsfähiger gemacht werden, hieß es am Samstagabend. Dies werde nur durch eine vielfältige, nachhaltige und produktive Landwirtschaft erreicht.

Berlin (afp) – Zum Abschluss des Berliner Agrarministergipfels im Rahmen der Internationalen Grünen Woche haben die Teilnehmer Hunger und Mangelernährung weltweit den Kampf angesagt. Angesichts von Klimawandel und begrenzten Ressourcen müsse die Landwirtschaft widerstandsfähiger gemacht werden, hieß es am Samstagabend. Dies werde nur durch eine vielfältige, nachhaltige und produktive Landwirtschaft erreicht.

Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich (CSU) erklärte, Landwirtschaft sei für eine gesicherte Ernährung unerlässlich, „vor allem mit Blick auf die wachsende Weltbevölkerung“. Er wies darauf hin, dass wegen fortschreitender Ressourcenknappheit und steigender Weltbevölkerung auch die Produktivität der Landwirtschaft erhöht werden müsse.

In ihrem Abschlusskommuniqué erklärten die Landwirtschaftsminister aus mehr als 60 Staaten, sich für Erhalt und verstärkte Nutzung der Vielfalt von genetischen Ressourcen, Produktionsmethoden und Betriebsformen einzusetzen. Diese Vielfalt wollen die Agrarminister unter anderem durch die verstärkte Förderung der Nutzpflanzenforschung und durch die Einrichtung von Genbanken weltweit erhalten und ausbauen. Denn Vielfalt könne dazu beitragen, Landwirtschaft leistungs-, anpassungs- und widerstandsfähiger zu machen.

Die Ergebnisse des 6. Berliner Agrarministergipfels sollen in die aktuelle Diskussion der Vereinten Nationen um die Gestaltung der Post-2015 Agenda einfließen. Das Abschlusskommuniqué enthält auch die Forderung an die internationale Gemeinschaft, Ernährungssicherung und Ernährung als zentrales Element in diesem Prozess zu verankern. Friedrich übergab das Abschlusskommuniqué an die Vorsitzende des Welternährungsausschusses (CFS) bei der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO, Gerda Verburg, und an den Sonderbeauftragten des UN-Generalsekretärs für Nahrungssicherung und Ernährung, David Nabarro.

An dem Gipfeltreffen nahmen außer den Landwirtschaftsministern aus aller Welt Vertreter von fünf internationalen Organisationen und der EU-Kommission teil, um über zentrale Zukunftsfragen der globalen Land- und Ernährungswirtschaft zu diskutieren. Nach FAO-Schätzungen hungern weltweit 840 Millionen Menschen. Weitere zwei Milliarden sind durch Mangel- oder Fehlernährung gravierend in ihrer Entwicklung beeinträchtigt.

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