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IKEA Konzern veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht

Inzwischen wird auf der ganzen Welt geschraubt. Ikea verkauft seine Möbel in 43 Ländern und konnte damit im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 mehr 28 Milliarden Euro Umsatz erzielen. Das reicht Konzernchef Peter Agnefjäll nicht, bis 2020 soll der Umsatz auf mindestens 50 Milliarden Euro steigen. Gestern legte der Konzern seine Geschäftszahlen vor und zeigte im ebenfalls präsentierten Nachhaltigkeitsbericht, wie das verantwortlich möglich sein soll.

Helsingborg/Hofheim-Wallau (csr-news) > Inzwischen wird auf der ganzen Welt geschraubt. Ikea verkauft seine Möbel in 43 Ländern und konnte damit im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 mehr 28 Milliarden Euro Umsatz erzielen. Das reicht Konzernchef Peter Agnefjäll nicht, bis 2020 soll der Umsatz auf mindestens 50 Milliarden Euro steigen. Gestern legte der Konzern seine Geschäftszahlen vor und zeigte im ebenfalls präsentierten Nachhaltigkeitsbericht, wie das verantwortlich möglich sein soll.

„People and Planet Positive“ heißt die Nachhaltigkeitsstrategie des schwedischen Möbelkonzerns mit den Schwerpunktthemen Energieeffizienz und nachhaltige Ressourcen. „Jeder, auch IKEA, muss sich darin einbringen, die erwartete Verknappung an Ressourcen und die Auswirkungen des Klimawandels anzugehen und gleichzeitig die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Aufgrund unserer Vision den vielen Menschen einen besseren Alltag zu schaffen bin ich davon überzeugt, dass man nur auf nachhaltige Weise Geschäfte machen kann“, so Agnefjäll. Konkret sollen die Produkte die den jährlich rund 700 Millionen Besuchern der Möbelhäuser die Käufer bei einer nachhaltigen Lebensweise unterstützen und gleichzeitig aus nachhaltigen Rohstoffen produziert werden. Steve Howard, Chief Sustainability Manager im IKEA-Konzern nennt das Beispiel Licht: „Die 22 Millionen LED-Produkte, die wir im Laufe des Jahres verkauft haben, zeigen, dass nachhaltigere Produkte sehr attraktiv für die Kunden sind, weil sie dadurch erheblich an Stromkosten sparen können“. Jede LED-Lampe reduziert den Energieverbrauch und senkt die Stromrechnung, heißt es im Nachhaltigkeitsbericht. Insgesamt werden die Kunden durch die verkauften LED-Lampen eine Gesamtsumme von 86 Millionen Euro pro Jahr einsparen.

Überhaupt ist Strom eines der großen, konzernweiten Themen bei Ikea. Das große Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 die genutzte Energie komplett mit eigenen Anlagen zu produzieren, im Idealfall sogar einen Überschuss. Dazu hat sich Ikea im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie verpflichtet, 137 Windkraftanlagen zu betreiben und mindestens 550.000 Solarmodule zu installieren. Bislang kann der Konzern ein gutes Drittel seines Energiebedarfs durch die eigenen Anlagen decken. Gleichwohl setzt man bei Ikea auch auf Effizienz und konnte so in den vergangenen drei Jahren durch zahlreiche Sparmaßnahmen mehr als 40 Millionen Euro einsparen. Gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich die Energieeffizienz um rund zehn Prozent. Für das gesamte Programm und um das Nachhaltigkeitsziel zu erreichen werden bis 2015 insgesamt 1,5 Milliarden Euro bereitgestellt.

Ein weiteres großes Thema ist der Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Das Ziel ist es, dass bis 2015 die wichtigsten Materialien der Produkte aus erneuerbaren, recycelbaren oder bereits aus recycelten Materialien bestehen. So gibt Ikea an, weltweit einer der größten Einkäufer von FSC-zertifiziertem Holz zu sein. Fast ein Drittel des von IKEA genutzten Holzes war im Geschäftsjahr 2013 FSC-zertifiziert oder recycelt. Alles Holz stammt von Lieferanten, die den IKEA eigenen Forstwirtschaftsstandard einhalten. Den Anspruch, versucht Ikea auch beim Katalog umzusetzen. Mehr als 210 Millionen Exemplare werden davon produziert, 68 Prozent davon werden aus FSC-zertifiziertem Papier produziert. Ein weiteres wichtiges Material ist Baumwolle. Die wird sogar zu zwei Dritteln aus nachhaltigem Anbau bezogen. Zudem hat Ikea über die unternehmenseigene Stiftung rund 1,35 Millionen Euro in Projekte investiert, die dazu beitrugen, dass 110.000 Baumwollbauern ihr Einkommen verbessern und mehr nachhaltige Baumwolle produzieren konnten.

Die deutsche Zusammenfassung des IKEA-Konzern Nachhaltigkeitsberichts gibt auch noch Auskunft über die eigene Stiftung, über Lieferanten und Mitarbeiter, beispielsweise die, dass 47 Prozent der Führungskräfte Frauen sind. Die Zusammenfassung umfasst nur 15 Seiten und erläutert die wichtigsten Kennzahlen nur in knappen Punkten. Hier geht es zum Download.