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Ermittlungen wegen Marktmanipulation leicht zurückgegangen

Berlin (afp) – Die Zahl der Ermittlungen wegen des Verdachts auf Marktmanipulation ist 2013 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Insgesamt habe die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im vergangenen Jahr 218 neue Untersuchungen eingeleitet, heißt es in einer AFP am Samstag vorliegenden Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Nachfrage der Linksfraktion. Im Vorjahr waren es 250 Fälle gewesen – so viele wie nie zuvor.

Ausgelöst wurden die Ermittlungen 2013 demnach durch konkrete Anfragen von Staatsanwaltschaften oder Polizeibehörden sowie der Stellen, die für die Überwachung des Handels an der deutschen Börse zuständig sind. In 43 Fällen führten interne Analysen der BaFin zu neuen Untersuchungen.

Dem Finanzministerium zufolge gab es auch 2013 einen intensiven Informationsaustausch zwischen der BaFin und ausländischen Aufsichtsbehörden. Letztere baten 33 Mal um Amtshilfe bei Untersuchungen wegen Marktmanipulation. Im Vorjahr waren es den Angaben zufolge nur 19 Anfragen. Die BaFin wiederum fragte in 172 Fällen bei ausländischen Stellen nach. Schwerpunktmäßig sei es dabei um Daten von Kunden gegangen, die über ein ausländisches Finanzinstitut an einer deutschen Börse handelten und dabei Verdacht erweckten, erklärte das Bundesfinanzministerium.

Die BaFin warnt Anleger vor Marktmanipulation durch Börsenbriefe, unerlaubte Werbeanrufe und Aktien-Spams. Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, forderte am Samstag in Berlin „mehr Kontrollen und härtere Strafen“. Gegen Bankenkriminalität müsse es eine „Null-Toleranz-Politik“ geben.

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