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Stiftungsneugründungen 2013: Das steuerten Unternehmen bei

Die Zahl der Stiftungen in Deutschland wächst kontinuierlich – trotz Wirtschaftskrise und niedrigem Zinsniveau. Im vergangenen Jahr wurden 638 rechtsfähige Stiftungen des bürgerlichen Rechts neu gegründet. Mit einem Plus von 3,1% entsprach der Stiftungszuwachs in etwa dem Vorjahr (3,2%), teilte der Bundesverband Deutscher Stiftungen am Dienstag auf seiner Jahrespressekonferenz mit. Unter den Neugründungen sind auch Unternehmensstiftungen.

Berlin (csr-news) – Die Zahl der Stiftungen in Deutschland wächst kontinuierlich – trotz Wirtschaftskrise und niedrigem Zinsniveau. Im vergangenen Jahr wurden 638 rechtsfähige Stiftungen des bürgerlichen Rechts neu gegründet. Mit einem Plus von 3,1% entsprach der Stiftungszuwachs in etwa dem Vorjahr (3,2%), teilte der Bundesverband Deutscher Stiftungen am Dienstag auf seiner Jahrespressekonferenz mit. Unter den Neugründungen sind auch Unternehmensstiftungen.

Stiftungen in Deutschland haben auf die veränderte wirtschaftliche Situation reagiert. Sie setzen verstärkt auf Fundraising und alternative Wege zur Verwirklichung ihrer Zwecke, etwa auf Kooperationen. Zudem professionalisieren sie ihre Vermögensverwaltung und nutzen verstärkt alternative Stiftungsformen: „Neben der klassischen rechtsfähigen Stiftung bürgerlichen Rechts etablieren sich verstärkt alternative Stiftungsformen. Gerade bei kleineren Vermögen bieten sich Zustiftungen oder Treuhandstiftungen an“, so Prof. Hans Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. Dem Dachverband gehören heute 20.150 rechtsfähige Stiftungen an.

Unternehmen aller Größenordnungen beteiligten sich an den Stiftungsgründungen:

In Hamburg gründeten der Zahnarzt Peter Jakob und der Zahntechniker Hans-Dirk Seifert die dentilegus® Deutsche Stiftung für Zahngesundheit. Zahnmedizinische und kieferchirurgische Leistungen ohne Zuzahlung für sozial schwache Patienten zu ermöglichen, ist Ziel der Stiftung. Dazu sollen Zahnärzte, Zahntechniker und Implantat-Hersteller zusammengebracht werden.

Im saarländischen Nonnweiler entstand die Gemeindestiftung Wagner Tiefkühlprodukte. Ihr Name stammt von der in dem Ort gegründeten Firma Wagner Tiefkühlprodukte, die nach dem Rückzug der Gründerfamilie Anfang 2013 in die Nestlé Wagner GmbH überführt wurde. Durch die weitgehende Integration des ortsansässigen Unternehmens in den Konzern Nestlé geht Nonnweiler ein Großteil an Gewerbesteuern verloren, wofür Nestlé Deutschland mit der gemeinnützigen Stiftung einen Ausgleich schaffen möchte. Die Stiftung mit 4,3 Millionen Euro ausgestattete Stiftung widmet sich der Förderung des Gemeinwesens in Nonnweiler.

In Köln gab Ende 2013 das Das Kölner EHI Retail Institute die Gründung einer eigenen Stiftung bekannt. Die EHI Stiftung soll den Austausch zwischen Wissenschaft und Handel voranbringen. Dazu wird sie einen mit 38.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis weiterführen, den das EHI Retail Institute seit 2008 gemeinsam mit GS1 Germany und der Akademischen Partnerschaft an Akademiker und Lehrstühle für gelungene Abschlussarbeiten und Kooperationen vergeben hat.

Homo- und Transphobie in Unternehmen thematisieren und Maßnahmen für eine offene Unternehmenskultur fördern will die Münchener PrOut@Work-Foundation. Sie wurde Ende Dezember von Accenture, BASF, Commerzbank, Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom, IBM, SAP und White&Case gegründet und mit einem Grundstockvermögen von 50.000 Euro ausgestattet.

Die Zahl der Unternehmensstiftungen in Deutschland liegt nach Schätzungen unter 400. Einige davon haben sich im Arbeitskreis Unternehmensstiftungen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen zusammengeschlossen.

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