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CSRbriefly am Donnerstag

… mit den Themen: Bacardis Kurs in eine nachhaltige Zukunft, Energiesparen im Betrieb, Leitlinien für nachhaltiges Soja, Europäische NGOs wenden sich an Merkel und Gabriel, Grünes Band 2014 und Wettbewerbsausschreibungen.

 

Bacardis Kurs in eine nachhaltige Zukunft

  • Der weltweit größte Spirituosenhersteller in Privatbesitz, Bacardi, hat eine ehrgeizige Umweltinitiative unter dem Titel „Good Spirited“ mit spezifischen Zielen für Beschaffung, Verpackung und Betrieb bis 2022 angekündigt. „Der Schutz der natürlichen Rohstoffe, die wir in unserer Produktion verwenden, ist bei jedem Schritt der Wertschöpfungskette zentraler Bestandteil unserer unternehmerischen Verantwortung“, sagte Ed Shirley, Präsident und CEO von Bacardi. „Wir haben die Messlatte immer hoch angelegt. Jetzt gehen wir von unserer stabilen Grundlage bei der Nachhaltigkeit aus auf die nächste Ebene“. Good Spirited: Building a Sustainable Future wird in den über 150 Märkten eingeführt, in denen Bacardi seine Produkte anbietet, und schließt 75 Büros und 27 Herstellungs- und Abfüllbetriebe mit sämtlichen Beschäftigten ein. Ein wichtiger Teil der Initiative ist die Einbeziehung der 6000 Bacardi-Mitarbeiter rund um die Welt. Im Rahmen des neuen Nachhaltigkeitsplans können die Mitarbeiter ihre persönlichen Fortschritte beim Umweltschutz zu Hause und bei der Arbeit nachverfolgen – vom Lichtausschalten beim Verlassen eines Raums bis zu Autos mit geringerem Kraftstoffverbrauch. Weiter Infos auf der Website des Unternehmens.

Energiesparen im Betrieb

  • Der Stand-by-Modus kostet deutsche Haushalte und Büros jährlich fünf bis sechs Milliarden Euro. Dabei reichen schon kleine Tricks aus, um Strom zu sparen. „Wichtig ist ein energiebewusstes Nutzerverhalten, dann ist im Schnitt ein Energieeinsparpotenzial von zehn Prozent möglich“, sagt Ramona Schalek, TÜV Rheinland-Expertin für Energieeffizienz. Kleine und mittlere Unternehmen, die Energie einsparen wollen, können bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank) oder beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Förderprogramme beantragen. „Gerade diese Unternehmen können bei der Beleuchtung mindestens 15 Prozent Strom einsparen“, betont Ramona Schalek. Der Einbau von Tageslichtsensoren oder Bewegungsmeldern bedeutet rund 20 Prozent weniger Strom.

Leitlinien für nachhaltiges Soja

  • Die REWE Group fordert und fördert bereits seit langem eine sukzessive Substitution von aus Südamerika importiertem Soja(schrot) durch europäische Eiweißquellen. Mit der im September 2013 veröffentlichten „Leitlinie für nachhaltiges Soja als Futtermittel“ möchte die REWE Group erreichen, dass die Sojafütterung als Eiweißquelle in der Produktion von Milch- und Molkereiprodukten, Eiern sowie Fleischprodukten nachhaltiger und verantwortungsvoller wird. Der Geltungsbereich dieser Leitlinie umfasst zunächst alle frischen Eigenmarken-Produkte tierischen Ursprungs der REWE Group in Deutschland. „Mit unserer Leitlinie für nachhaltiges Soja verfolgen wir das Ziel, zusammen mit unseren Lieferanten und Vorlieferanten die Sojafütterung als Eiweißquelle nachhaltiger und verantwortungsvoller zu gestalten. Wir sehen uns darin bestätigt, dass nur durch eine vollständige Umstellung auf europäische Eiweißquellen die negativen Folgen der Landnutzungsveränderungen in Südamerika eingedämmt werden können“, sagt Dr. Ludger Breloh, Bereichsleiter „Grüne Produkte“ bei der REWE Group.

10 Jahre corporAID: Jubiläumsveranstaltung in Wien

  • Aus Anlass ihres 10-jährigen Bestehens sowie der 50. Ausgabe ihres Magazins lädt die „corporAID Plattform für Wirtschaft, Entwicklung und globale Verantwortung“ zu einer Jubiläumsveranstaltung ein. Sie findet am 5. März ab 13:30 Uhr in Wien statt und steht unter dem Motto „10 Jahre corporAID: Neue Wege für Wirtschaft und Entwicklung“. Im Rahmen des Programms werden Sofia Birkestad Svingby (International Council of Swedish Industry) und Thom Sprenger (Institute for Development Startegies) Impulse zu innovativen Konzepten für Wirtschaft und Entwicklung vermitteln. Weitere Informationen >> im Internet (PDF)

Volkswagen Konzern tritt Clean Shipping Network bei

  • Der Volkswagen Konzern ist als erster deutscher Automobilhersteller dem Clean Shipping Network beigetreten. Der Zusammenschluss von Ladungseigentümern stellt das Bewertungstool CSI (Clean Shipping Index) zur Verfügung, das Umweltdaten von Seetransporten analysiert und vergleichbar macht. Als erster deutscher Automobilhersteller nutzt Volkswagen dieses Tool und will so Nachhaltigkeit in immer mehr Geschäftsbereichen entlang der Prozesskette verankern.
    Der Clean Shipping Index im Internet: www.cleanshippingindex.com

Europäische NGOs wenden sich an Merkel und Gabriel

  • Umwelt- und Entwicklungsorganisationen aus dem EU-Ausland appellieren an Deutschland, nach dem Regierungswechsel wieder eine Führungsrolle in der EU-Klima- und Energiepolitik einzunehmen. Die 23 Organisationen aus elf EU-Ländern schreiben in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Sigmar Gabriel, Deutschland müsse im eigenen Interesse dafür kämpfen, dass sich die EU auf ambitioniertere Klima- und Energieziele einigt, als die EU-Kommission derzeit für 2030 vorschlägt. Deutschland könne und müsse jetzt eine Koalition der beim Klimaschutz willigen Staaten schmieden und dadurch erreichen, dass sich die EU auf drei ehrgeizige Ziele für Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Klimaschutz einigt.

Grünes Band 2014

  • 17 Preisträger in 6 Kategorien wurden anlässlich der INTERGASTRA Stuttgart, mit dem Branchenpreis GRÜNES BAND – Preis für Nachhaltigkeit im Außer-Haus-Markt ausgezeichnet. Nach der Premiere 2012, haben das Unternehmer-Magazin gastronomie & hotellerie und das Fachmagazin für Gemeinschaftsverpflegung GV-kompakt den Preis bereits zum zweiten Mal verliehen. Beworben haben sich Hersteller, Lieferanten und Händler für den Außer-Haus-Markt mit ihren Erzeugnissen, Technologien und Dienstleistungen, mit denen sie relevante Nachhaltigkeitseffekte erzielen und diese auch nachweisen können.

Wettbewerbsausschreibungen

  • Europäisches Gütezeichen für öffentliche Unternehmen und Dienstleister – Bewerbungsphase 2014 ist gestartet. Unternehmen und Dienstleister des öffentlichen Sektors haben noch bis zum 16. April 2014 die Gelegenheit, ihre CSR-Aktivitäten anhand eines Online-Fragebogens zunächst einer ersten Einschätzung zu unterziehen, um sich dann auf der zweiten Stufe formal für die Vergabe des Gütezeichens durch Einreichung von Belegdokumenten zu bewerben. Hier geht es zur Ausschreibung.
  • Intercultural Innovation Award von der United Nations Alliance of Civilizations und der BMW Group. Gesucht warden innovative Projekte mit einem interkulturellen Bezug. Hier geht es zur Ausschreibung.
  • Der Supply Chain Management Award wird im Jahre 2014 zum neunten Mal herausragende Lösungen industrieller Wertschöpfungsketten prämieren. Bewerbungen können noch bis zum 31. März 2014 eingereicht werden. Hier geht es zur Ausschreibung.
  • Mehrweg-Innovationspreis 2014. Zum sechsten Mal suchen die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) und die Stiftung Initiative Mehrweg (SIM) Innovationen rund um das Thema wiederverwendbarer Verpackungen. Der Mehrweg-Innovationspreis zeichnet neue und richtungsweisende Ansätze im Bereich Mehrweg aus und stärkt die Wahrnehmung moderner und hochtechnologischer Verpackungslösungen. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 31. Juli 2014 und richtet sich an Verpackungshersteller, Produktdesigner, Getränke- und Lebensmittelproduzenten, Abfüller und Logistiker genauso wie an Handelsunternehmen, wissenschaftliche Institute, engagierte Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Traditionswerkstoff Glas. Hier geht es zur Ausschreibung.