Nachrichten

Qualitätsoffensive: Nestlé will über Herkunft und Inhalt seiner Produkte informieren

Rund die Hälfte seiner über 5000 Produkte will der Nahrungsmittelkonzern Nestlé bis zum Ende des Jahres mit einem QR-Code ausstatten. Übersichtlich, jederzeit und an jedem Ort abrufbar, können sich Verbraucher so Informationen zu Ernährung, Sicherheit, Gesellschaft und Umwelt herunterladen. Ende 2015 sollen nahezu alle Produkte mit QR-Code ausgestattet sein. Ein Teil der 2013 gestarteten Initiative „Qualität bedeutet mehr“.

Berlin (csr-news) > Rund die Hälfte seiner über 5000 Produkte will der Nahrungsmittelkonzern Nestlé bis zum Ende des Jahres mit einem QR-Code ausstatten. Übersichtlich, jederzeit und an jedem Ort abrufbar, können sich Verbraucher so Informationen zu Ernährung, Sicherheit, Gesellschaft und Umwelt herunterladen. Ende 2015 sollen nahezu alle Produkte mit QR-Code ausgestattet sein. Ein Teil der 2013 gestarteten Initiative „Qualität bedeutet mehr“.

Im Jahr 2012 führte Nestlé zusammen mit dem Institut für Demoskopie Allensbach die Studie „Das is(s)t Qualität“ durch. Darin zeigte sich, dass es den meisten Verbrauchern schwerfällt, die Qualität von Lebensmitteln zu beurteilen – vor allem wenn diese verpackt sind. Dabei sind Verbrauchern – so die Studie – bei der Qualität von Lebensmitteln vier Dimensionen besonders wichtig: Neben Ernährung sind dies die Sicherheit, Umwelt und Gesellschaft. In diesen vier Dimensionen startete Nestlé fortan seine Qualitätsinitiative Q4 – Qualität bedeutet mehr. Die gesamte Wertschöpfungskette sollte anhand dieser Qualitätsdimensionen ausgerichtet werden, versprach Gerhard Berssenbrügge, Vorstandsvorsitzender von Nestlé Deutschland. Wie gut das funktioniert, davon sollten sich die Verbraucher am „Tag der Qualität“ selbst ein Bild machen und in die Fabriken kommen.

Mit dem QR-Code kommt nun der nächste Schritt der Initiative. Damit zahlt Nestlé Deutschland auf eines seiner Hauptziele ein, mehr Orientierung und Transparenz bei Lebensmitteln zu schaffen. Bis Ende 2015 will das Unternehmen die Qualität seiner Produkte sowie deren Herstellung mit einem umfassenden Qualitätsverständnis in den vier Dimensionen Ernährung, Sicherheit, Umwelt und Gesellschaft optimieren. So sollen beispielsweise Kernrohstoffe zu 100 Prozent aus nachhaltigem Anbau stammen. Bereits jetzt trifft dies zu 70 Prozent bei Kaffee, zu 50 Prozent bei Kakao und zu 100 Prozent bei Vanille zu, die in Deutschland verarbeitet werden.

„Wir sind stolz darauf, dass wir bereits ein Drittel unserer Ziele umsetzen konnten. Mit der Initiative haben wir das gesamte Unternehmen über alle Geschäftsbereiche hinweg noch fokussierter auf die Wünsche unserer Verbraucher ausgerichtet, für die Qualität weit mehr als nur Geschmack bedeutet“, sagt Berssenbrügge bei der Vorstellung der ersten Ergebnisse in Frankfurt. Nestlé hat sich zudem vorgenommen, Rezepturen nachvollziehbarer zu machen und den gesundheitlichen Wert der Produkte zu verbessern, etwa durch die Reduktion von Zucker oder Salz über verschiedene Marken. „Mit diesem ganzheitlichen und fundierten Ansatz setzt Nestlé Deutschland neue Maßstäbe in der Branche. Dahinter steckt eine Menge Arbeit, die sich aber langfristig auszahlt. Wer nachhaltige Ernährung dauerhaft zur Basis seines Handelns macht, wird sich im Wettbewerb behaupten können“, sagt Michael Kuhndt, Geschäftsführer des Wuppertaler Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP), das als unabhängiger wissenschaftlicher Partner das Programm begleitet und die Kennzahlen für die Fortschrittsmessung entwickelt hat.

Begleitet wird der Prozess zudem durch einen NGO-Beirat, zu dem die Verbraucher Initiative, das Öko-Institut und der Global Nature Fund gehören. Georg Abel, Bundesgeschäftsführer der Verbraucher Initiative und Sprecher des NGO-Beirats: „Kein Unternehmen kann heute mehr an der Gesellschaft vorbei agieren. Der Nestlé-Ansatz unterstreicht dabei die kundenorientierte Ausrichtung sowie die gesellschaftliche Verankerung des Programms, das nicht nur auf wenige Leuchtturmprojekte abzielt, sondern ganzheitlich orientiert ist.“

Besonders wichtig ist dem Unternehmen die Meinung der Verbraucher, um die Qualitätsinitiative weiterzuentwickeln. In einem Verbraucherbeirat, der einen Querschnitt der deutschen Bevölkerung repräsentieren soll, engagieren sich seit 2013 ehrenamtlich 32 Beiräte. Sie sind gefragte Rat- und Impulsgeber und vertreten im direkten Austausch mit Nestlé-Mitarbeitern die Wünsche der Verbraucher. „Im Fokus unserer Geschäftstätigkeit steht immer auch der Anspruch, gemeinsam zur Lösung globaler und lokaler Probleme beizutragen. Entsprechend unserer internationalen Strategie der gemeinsamen Wertschöpfung – Creating Shared Value – soll unser Handeln gleichzeitig einen Mehrwert für die Gesellschaft leisten. Dies gilt insbesondere auch für unsere Qualitätsinitiative“, sagt Berssenbrügge.

Ab Ende April wird das Unternehmen zudem erstmals mit einer übergreifenden Medienkampagne der Nestlé-Markenfamilie sowohl im Fernsehen als auch im Internet an den Start gehen. Ein Unternehmens-Spot sowie verschiedene Marken-Spots werden exemplarisch das Nestlé Qualitätsversprechen verdeutlichen. Den Auftakt der Multi-Marken-Kampagne machen Maggi, Wagner und Beba. Außerdem werden die Spots im Internet über den Nestlé Marktplatz, die einzelnen Marken-Webseiten, Facebook oder Youtube verbreitet. Online können sich Verbraucher so jederzeit über Nestlé-Produkte und deren Herstellung informieren. Alle Spots knüpfen an die Leidenschaft des Unternehmensgründers Heinrich Nestlé für gute Lebensmittel an, der vor 200 Jahren am 10. August 1814 in Frankfurt am Main geboren wurde. Mit seiner Erfindung des „Nestlé Kindermehls“ habe er maßgeblich dazu beigetragen, die Kindersterblichkeit weltweit zu senken. Seine Vision, Ernährung langfristig zu verbessern, wird in den Spots eine zentrale Rolle spielen.

 

Foto: Vertreter des Nestlé NGO-Beirats (v.l.n.r.): Prof. Dr. Peter Stehle (Institut für Ernährungswissenschaften/Universität Bonn), Marion Hammerl (Global Nature Fund), Georg Abel (Verbraucher Initiative e.V.), Elke Wieczorek (DHB – Netzwerk Haushalt/Berufsverband der Haushaltsführenden e.V.), Martin Kleene (Kleene Consulting GmbH), Dr. Jenny Teufel (Öko-Institut e.V.), Peter Bednarz (Ev. Kirchen von Westfalen/Amt für Jugendarbeit).