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Charta zur kommunalen Klimaanpassung

Berlin (csr-news) > Unter der Federführung der Berliner Initiative im Netzwerk der 130 Millionenstädte, Metropolis, wurde die „No Regrets Charta – Warum wir Prinzipien für die Anpassung an den Klimawandel in Städten brauchen“ erarbeitet. Das Dokument wird am 10. Februar in Brüssel hochrangigen Vertretern von Städten und NGOs aus ganz Europa, Asien und Australien, von der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament vorgestellt. Staatssekretär Ephraim Gothe: „Wir hoffen, mit der Charta ein politisches Dokument in den Händen zu halten, mit dem wir in Zukunft arbeiten und auf die europäische, aber auch weltweite Diskussion einwirken können. Wir wollen über die Folgen des globalen Klimawandels sprechen, aber wir wollen auch den Worten Taten folgen lassen.“ Die Umweltbedingungen ändern sich auf der ganzen Welt sehr stark. Vor allem in den Städten muss sich die Infrastruktur den veränderten Umweltbedingungen anpassen. No regrets-Maßnahmen sind z.B. geeignet, Städte widerstandsfähig gegen hohe Temperaturen und extreme Wetterereignisse zu machen.

Die Charta:

  • stellt allgemeine Prinzipien der kommunalen Klimaadaption auf, in deren Zentrum No regrets und integrierte Maßnahmen stehen,
  • formuliert Leitlinien zur Implementierung von Adaptionsstrategien, die sich am Nachhaltigkeitsgebot orientieren,
  • gibt Handlungsempfehlungen zu einer Reihe von Aktionsfeldern der Klimaanpassung,
  • formuliert Anforderungen an nationale Regierungen und an die Europäische Kommission.

Die Kommunen sind die zentralen Akteure einer Strategie zur Anpassung an den Klimawandel. Die EU schlägt deshalb eine „Climate Change Adaptation Initiative for Cities“ vor, in deren Erarbeitung die Berliner Charta einfließen wird. Während des Metropolis-Weltkongresses im Oktober in Hyderrabat, Indien soll die Berliner Charta als Arbeitsdokument verabschiedet werden.

Der Entwurf zum Download.