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CSRbriefly am Dienstag

… mit den Themen: Nachhaltige Fußballstadien, „Axia-Award 2013“, Deutsche Forstwirtschaft verleiht Nachhaltigkeitspreis, ICAP Status Report 2014 veröffentlicht, Primark will giftfrei produzieren und der Deutsche CSR-Preis für nachhaltige und zukunftsfähige Stadtentwicklung.

 

Nachhaltige Stadien

  • Das Estádio Castelão in Brasilien ist das erste „grüne“ Stadion der Weltmeisterschaft und wurde bereits mit der internationalen Umweltzertifizierung LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) ausgezeichnet. Für weitere Arenen wie das Maracanã, das Beira-Rio und das Mineirão läuft das Zertifizierungsverfahren. In allen Fällen soll der Nachhaltigkeitsaspekt ein Vermächtnis der WM sein, der auch nach 2014 noch zum Tragen kommt. Diesen Aspekt haben die Stadionbetreiber der FIFA-WM in Brasilien in einem Workshop diskutiert. „Es nützt nichts, nur beim Bau einer Arena Nachhaltigkeit walten zu lassen. Es nützt nichts, große, innovative Nachhaltigkeitsprojekte auf die Beine zu stellen, wenn man die Anlagen später nicht richtig verwaltet und betreibt und für eine Reduzierung der Umweltauswirkungen sorgt. Dies ist in einem der Workshops deutlich gemacht worden“, erklärt Lucas Silva aus der Nachhaltigkeitsabteilung der Arena Pernambuco. „Es ging um grundlegende und sehr interessante Konzepte zum nachhaltigen Management einer Arena unter Respektierung der Menschen und Gemeinschaften im Umfeld des Stadions“.

Deloitte zeichnet norddeutsche Unternehmen mit dem „Axia-Award 2013“ aus

  • Die Beratungsgesellschaft Deloitte hat vier mittelständische Unternehmen aus dem norddeutschen Raum mit dem „Axia-Award 2013“ ausgezeichnet. Gekürt wurden die besten Unternehmen, die eine nachhaltige Sicherung von Mitarbeitern und Gesellschafterstrukturen, der Finanzierung und des Markenimages gewährleisten können. Die Preisträger sind die Yacht-, Marine- und Spezialschiffbauer Abeking & Rasmussen, die Bäckerei Junge, der Hörgerätespezialist KIND sowie der Facility-Management-Dienstleister Piepenbrock. Die begleitende Studie „Nachhaltig denken, erfolgreich lenken“ steht zum Download zur Verfügung.

Deutsche Forstwirtschaft verleiht Nachhaltigkeitspreis

  • In Freiburg, dem Wirkungsort des sächsischen Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz, wurde der Nachhaltigkeitspreis des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) verliehen. Es gab Preisträger in den Kategorien: Handwerk, Hochschulen und Green App Ideas (Anwendungssoftware für Mobilgeräte bzw. mobile Betriebssysteme). Den ersten Preis in der Kategorie Hochschule erhielt die BWL-Studentin Corina Thum aus Rohrdorf für ihre Masterarbeit an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Das Thema der Arbeit lautet „Auswirkungen des Risikomanagementkonzepts auf das Nachhaltigkeitsverständnis der Betriebswirtschaft“. Die Tischlerin Sarah Katharina Scherer aus Blonhofen fertigte das Gesellenstück Bank „Obsthain“, das mit dem ersten Platz in der Kategorie „Prüfungsstücke des Handwerks“ ausgezeichnet wurde. Anton Letzer aus Hamburg wurde für seine „RRA“, Regional Responsibility App, mit dem ersten Platz in der Kategorie „Green App Ideas“ ausgezeichnet. Der Nachhaltigkeitspreis der deutschen Forstwirtschaft, wurde in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen.

ICAP Status Report 2014 veröffentlicht

  • Emissionshandelssysteme (EHS) setzen sich weltweit immer mehr durch: Allein 2013 sind neun neue Systeme an den Start gegangen. Fünf davon wurden in China eingeführt, dem weltgrößten Emittenten von klimaschädlichen Treibhausgasen. Die chinesischen Pilotprojekte gelten als wegweisende politische Neuerung in einem Land, das traditionell mehr auf Regulierung und weniger auf marktbasierte Instrumente setzt. Bis 2015 wird der Anteil an weltweiten Emissionen, der durch Emissionshandelssysteme erfasst wird, im Vergleich zum Basisjahr 2005 um 70 Prozent gestiegen sein. Dies geht aus dem aktuell erschienenen ICAP Status Report 2014″ hervor. Zahlreiche weitere informative Daten und Fakten über weltweite Emissionshandelssysteme bietet der erstmals veröffentlichte Überblicksbericht der International Carbon Action Partnership (ICAP), einem internationalen Forum von nationalen und regionalen Regierungen zum Erfahrungs- und Informationsaustausch im Bereich Emissionshandel. Hier geht es zum Download.

Primark will giftfrei produzieren

  • Der Textildiscounter Primark will bis zum Jahr 2020 komplett auf den Gebrauch gefährlicher Chemikalien in der gesamten Produktionskette verzichten. Als Reaktion auf die Greenpeace-Kampagne „Detox“ gegen Gifteinsatz in der Textilproduktion veröffentlichte Primark eine entsprechende Erklärung. Damit ist die schnell wachsende irische Billigmarke mit einem knappen Dutzend Filialen in Deutschland die zwanzigste Firma, der zwanzigste Unterzeichner der Erklärung. „Primarks Verpflichtung zeigt, dass auch Billigmarken den Trend hin zu giftfreier Kleidung nicht verpassen wollen. Das ist durchaus eine harte Nuss für einen Discounter, der schnelllebige Massenware herstellt“, sagt Kirsten Brodde, Chemie-Expertin von Greenpeace. Primark hat eingewilligt, bis zum Jahr 2020 alle gefährlichen Chemikalien aus allen Produkten und seiner gesamten Produktionskette zu verbannen. Außerdem sollen bereits in den nächsten Monaten die ersten Abwasserdaten der Zulieferer – mit Mengenangaben zu allen gefährlichen Chemikalien – öffentlich gemacht werden. Damit können sich die Menschen in unmittelbarer Nähe der Fabriken in Zukunft über die Belastung ihrer Trinkwasserressourcen und Flüsse informieren.

Deutscher CSR-Preis für nachhaltige und zukunftsfähige Stadtentwicklung

  • Das Deutsche CSR-Forum – Internationales Forum für Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit – hat beschlossen, den Deutschen CSR-Preis auch in der Kategorie „Nachhaltige und zukunftsfähige Stadtentwicklung“ zu verleihen. Deutsche Kommunen sind aufgerufen, sich an dieser Ausschreibung zu beteiligen, da gesellschaftliche Verantwortung / CSR von guten Beispielen lebt. Ausgezeichnet wird ein Projekt, welches über mehrere Jahre ohne neuen jährlichen Aufwand – die Situation in der Kommune spürbar verbessert. Das Projekt kann, muss aber nicht, in einer der folgenden Kategorien durchgeführt werden: Verbesserung und längerfristige Sicherstellung einer auf Nachhaltigkeit beruhenden Lebensqualität, längerfristige Verbesserung der Lebensbedingungen bezüglich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Verkehr / Mobilität, Leben und Wohnen, Arbeit und Beruf, Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels, Anreize für Bürgerengagement bezüglich Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Bewerbungen werden bis zum 14.03.2014 angenommen. Weitere Informationen auf der Website des Preises.